Ahnen: Intensivere Förderung von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Herkunftssprache

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Herkunftssprache soll weiter intensiviert werden. Dieses Ziel verfolgen der neue Rahmenplan "Deutsch als Zweitsprache" für die Klassenstufen 1 bis 10 sowie neue Vorgaben für den Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die heute in Kraft treten.

01.02.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Bildungsministerin Doris Ahnen unterstrich: "Die Landesregierung hat ihre Unterstützung für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bildungsbereich schon in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Das beste Beispiel dafür ist sicherlich das Programm ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ und das damit verbundene flächendeckende Angebot in der Sprachförderung. Im Grundschulbereich hat die Landesförderung für Angebote der Hausaufgabenhilfe mit spielerischer Sprachförderung in den ersten beiden Grundschuljahren, über die aktuell landesweit 213 Gruppen unterstützt werden, sowie die Schwerpunktsetzung für eine intensivere Sprachförderung an Ganztagsschulen bereits deutliche Signale gesetzt. Der Ausbau der Förderung soll mit den beiden jetzt in Kraft getretenen Schritten weiter strukturiert und pädagogisch gestärkt werden."

Der neue Rahmenplan bietet eine Fülle von Anregungen für den konkreten Unterricht mit Kindern und Jugendlichen nicht-deutscher Herkunftssprache und ermöglicht einen kontinuierlichen Sprachaufbau und bezieht die individuelle Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler mit ein. Er ist auf der Grundlage anerkannter Spracherwerbsforschung als ein didaktisches Instrument konzipiert, das sowohl in Kursform als auch in differenzierenden Maßnahmen im regulären Unterricht umgesetzt werden kann.

Die in einer Verwaltungsvorschrift zusammengefassten neuen Vorgaben für den Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sehen vor, dass verbunden mit einer Aufhebung von Fristen, die die Fördermöglichkeiten bislang begrenzt haben, von den Schulen künftig auch eine konkretisierte Förderplanung für diese Schülerinnen und Schüler zu erstellen ist. Für alle Schülerinnen und Schüler, die an der Sprachförderung teilnehmen, sollen künftig in einem "Förderpass" im Abstand von einem halben Jahr die individuellen Sprachfortschritte dokumentiert werden, um auch bei einem Lehrer- oder Schulwechsel eine kontinuierliche Förderung zu gewährleisten. Ab 2008 berichten die Schulen jeweils am Schuljahresende der Schulaufsicht über den schulischen Erfolg der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Alle Vorgaben dienen dem Ziel, den Auftrag des Schulgesetzes zur individuellen Förderung insbesondere für diese Schülerinnen und Schüler noch besser zu erfüllen.


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