Ahnen: Mehr Chancen für Förderung in Ganztagsschulen mit Rhythmisierung

"Der größere Zeitrahmen und die erweiterte Palette von Angeboten in der Ganztagsschule sind die große Chance, die Bedürfnisse und Interessen der einzelnen Schülerinnen und Schüler noch besser berücksichtigen zu können. Dies bedeutet nicht nur, dass die individuelle Förderung auf der fachlichen und der sozialen Ebene erweitert und intensiviert werden kann. Die Rhythmisierung des Schultags, also der pädagogisch gestaltete Wechsel von Lern-, Übungs- und Erholungsphasen, ermöglicht es auch, dem Bio- und Lernrhythmus von Kindern und Jugendlichen sehr viel stärker gerecht zu werden." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen anlässlich ihres Besuchs beim heutigen "Tag der offenen Tür" in der Realschule Bad Kreuznach, an dem die Schule ihre pädagogischen Schwerpunkte als Ganztagsschule in Angebotsform präsentierte und zur Diskussion stellte.

04.02.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

360 Ganztagsschulen in Angebotsform seien seit dem Schuljahr 2002/2003 in Rheinland-Pfalz mit Landeshilfe entstanden, erinnerte die Ministerin. Weitere 200 neue Ganztagsschulen kämen in dieser Legislaturperiode hinzu, davon etwa 40 zum kommenden Schuljahr. Mehr als ein Drittel der existierenden Ganztagsschulen in Angebotsform fasse die Ganztagsschülerinnen und -schüler in eigenen Klassen zusammen. Die Zahl der Ganztagsschulklassen, für die eine Rhythmisierung der Schultage besonders gut geeignet sei, steige stetig.

Ein rhythmisierter Schultag gebe den Lehrerinnen und Lehrern einen größeren Handlungsspielraum, auf die individuellen Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler einzugehen, betonte Doris Ahnen. So könnten Lern- und Übungsphasen besser mit Zusatzangeboten außerschulischer Partner, die das Lernangebot erweiterten, oder mit Entspannungs- und Spielphasen kombiniert werden. Ein rhythmisierter Schultag eröffne zudem den Schülerinnen und Schülern neben einer Tagesgestaltung, die ihren Bedürfnissen besser gerecht werde, auch mehr Freiräume für eigenverantwortliches und selbstgestaltetes Lernen. "Es profitieren also beide Seiten und letztendlich trägt diese Gestaltung des Schultages dazu bei, dass die Schule ein Lern- und Lebensort ist, was den neuen Ganztagsschulen im Land ja auch bereits von Schülerinnen, Schülern und Eltern bestätigt worden ist", hielt die Bildungsministerin fest.


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