Aktionsbündnis Schule: PISA 2006 – Ergebnisse verlangen Sachdiskussion, nicht aufgewärmte Ideologiedebatte!

Die Ergebnisse der PISA 2006 – Studie zeigen, dass sich die Lernleistungen in den untersuchten Kompetenzbereichen für Deutschland verbessert haben. Für den Schwerpunkt Bereich Naturwissenschaften liegen die Leistungsergebnisse sogar signifikant über dem OECD-Durchschnitt.

05.12.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Aktionsbündnis Schule

Doch statt das Positive zu sehen, den Fortschritt anzuerkennen, den Trend zu unterstützen, halten viele Schulideologen nach wie vor an ihren Vor- und Fehlurteilen fest. Mit Erschrecken registriert das Aktionsbündnis Schule, in dem u.a.17 schulische und hochschulpolitische Organisationen zusammenarbeiten, dass diejenigen, die Schulvielfalt in Deutschland abschaffen wollen, kein gutes Haar an der PISA-Studie lassen. Was nicht sein darf, das nicht sein kann.

Die Befürworter integrierter Schulsysteme wollen die guten Ergebnisse nicht wahrhaben. Sie leiden massiv darunter, dass die Leistungen deutscher Schülerinnen und Schüler besser geworden sind. So zweifeln sie die Vergleichbarkeit mit früheren Studien an. Sie lenken von den eigentlichen Ergebnissen ab, indem sie heftigst kritisieren, dass in einigen Ländern Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme an den Tests ´belohnt´ wurden.

"Das mag unpassend, ja makaber aus deutscher Sicht anmuten, die positiven deutschen Leistungsergebnisse sind davon aber nicht berührt", stellt Peter Silbernagel, Sprecher des Aktionsbündnisses, fest. Es ist skandalös, ohne jeden Realitätssinn das vielgliedrige Schulsystem an den Pranger zu stellen. "Den Schulideologen gehen die Argumente aus. Verbissen und verbittert kämpfen sie gegen Schulvielfalt und gegen Eltern- und Schülerwahlfreiheit. Blind und verblendet ignorieren die Einheitsschulbefürworter sämtliche Fakten. Während sich die Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler verbessert hat, ist ein Fortschritt der Lesekompetenz bei den Befürwortern eines Einheitsschulsystems leider nicht erkennbar", so Peter Silbernagel.

Doch die IGLU-Studie 2006 wie ebenso PISA 2006 entlarven, da sie gezielt den Blick auf die Unterrichtsqualität und nicht auf Strukturen lenken. Auch die Forsa-Umfrage vom November 2007 belegt, dass der weitaus überwiegende Teil der Bundesbürger zu den sinnvollen und notwendig erachteten Bildungsreformen u.a. die Beseitigung des Lehrermangels, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, die Verkleinerung der Klassen sowie die bessere finanzielle Ausstattung der Schulen zählt. Nicht einmal 30 % sprechen sich für die Einführung der Einheitsschule in Deutschland aus.

Das Aktionsbündnis Schule ist erfreut über die ermutigenden Ergebnisse der Leistungsstudien. Gleichermaßen fordert das Aktionsbündnis Schule die schulpolitisch Verantwortlichen auf, mehr noch als bisher gezielt die Förderung der Kinder aus sozialschwächeren, bildungsferneren Schichten voranzutreiben und ebenso die Förderung von Migrantenkindern zu einem Schwerpunktprojekt der Schulpolitik zu machen.

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Aktionsbündnis Schule

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