All Inclusive-Konzepte helfen DigitalPakt Schule

Der Abruf der Fördermittel aus dem Digitalpakt Schule läuft noch schleppend. Ein Grund ist der fehlende Zugriff auf Administratoren, um die angeschaffte Infrastruktur am Laufen zu halten.

17.12.2021 Bundesweit Pressemeldung Deutsche Telekom
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Die aktuellen Meldungen sind widersprüchlich. „70 Prozent der Klassenräume im Landkreis Nordsachsen mit WLAN ausgestattet“ heißt es Anfang Dezember in der Leipziger Zeitung. Oder das Hamburger Abendblatt berichtet: „Ahrensburg stattet Schulen mit moderner IT-Technik aus“. Während lokale Medien vermehrt darüber berichten, dass Schulen in ihrer Region jetzt über Laptops, WLAN und Software für den digitalen Unterricht verfügen, scheint das Abrufen von Fördermitteln für die Digitalisierung trotzdem noch immer eher schleppend zu verlaufen. Das Handelsblatt meldet Anfang September, dass laut einem Länderbericht an den Bund bis Ende Juni 2021 von insgesamt 6,5 Milliarden Euro aus dem Digitalpakt Schule erst 852 Millionen Euro abgeflossen seien – ein Anteil von gerade Mal rund 13 Prozent nach dem Start des Förderprogramms vor zwei Jahren. Beantragt waren zu diesem Zeitpunkt rund 1,4 Milliarden Euro.

Die geringen Beträge verwundern besonders, weil durch Corona und Homeschooling mehr Schwung in die Digitalisierung der Schulen kam. Warum tun sich Schulträger und Schulen so schwer damit, „geschenktes“ Geld für die dringend erforderliche Digitalisierung des Unterrichts abzurufen? Hinweise gibt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Philologenverbands zum Thema Digitale Schule, an der bundesweit knapp 7.000 Lehrer*innen teilgenommen haben. Knapp die Hälfte der befragten Lehrkräfte meint, an ihren Schulen sei das interne Netzwerk noch nicht optimal für den Unterricht nutzbar. 62,5 Prozent haben keinen Zugriff auf einen professionellen IT-Betreuenden und weniger als ein Viertel können einen Administrator nutzen.

Personelle Engpässe bei Beschaffung und Wartung

Auch die Ergebnisse einer Befragung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Mai 2021 zeigen Gründe für das zähe Abrufen der Fördergelder auf. Von 266 befragten Kommunen und Landkreisen gaben 53 Prozent an, sie hätten personelle Engpässe in den Fachverwaltungen und die Antragsverfahren seien zu kompliziert. „Die personellen Kapazitäten sind dabei nicht nur bei der Beschaffung, sondern auch bei der Wartung der IT-Ausstattung ein wichtiger Aspekt für die Schulträger. In 67 Prozent der antwortenden Kommunen wird dies durch kommunales IT-Fachpersonal, in 57 Prozent der Städte und Gemeinden durch externe Dienstleister erledigt. Allerdings werden noch immer in 49 Prozent der Kommunen die IT-Anlagen auch durch einzelne Lehrer*innen betreut“, heißt es in einer Difu-Pressemitteilung.

Der Digitalpakt krankte anfangs daran, dass die seit Mai 2019 laufende Basis-Förderung zwar auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur fokussierte, es aber an schnellen Internetanschlüssen fehlte, die Installation des WLANs suboptimal war und Geräte sowie Software immer wieder Updates brauchen. Mit dem Programm „Corona-Hilfe II“, das seit November 2020 zusätzlich 500 Millionen Euro bereitstellt, sollte sich die Service-Misere verbessern. Dieses Geld steht ausschließlich für die IT-Administration an Schulen zur Verfügung. Doch auch von diesem Geld sind bis Ende Juni 2021 laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gerade mal 9.000 Euro ausgezahlt worden.

Umfangreiches Digitalpaket für Schulen

Diese Aussagen bestätigen den Eindruck, den wir als Telekom bei den bisherigen Digitalisierungsprojekten für Schulen machen. Der Wille ist zwar groß, die Schulen sind aber häufig mit Antragstellung, dem vorgeschriebenen Medienkonzept, der Inbetriebnahme der Hardware, besonders aber mit der Wartung und den laufenden Services der Digitalpakete überfordert. Glück haben die Schulen, in denen Lehrkräfte in der Lage sind, Hardware, WLAN-Netze oder Software auf dem Laufenden zu halten.

Gemeinsam mit Microsoft hat die Telekom daher ein umfangreiches digitales Bildungspaket geschnürt, dass über die Laptops, Tablets und Software-Lizenzen hinausgeht und einen Service enthält. Ein Team von Microsoft-zertifizierten Expert*innen der Telekom unterstützt unter anderem beim Einrichten der Geräte und wenn noch nicht vorhanden, bekommt die Schule ergänzend eine schnelle Internet-Anbindung. Alle von einer Schule genutzten Smartphones, Notebooks oder Tablets lassen sich über eine All-in-one-Lösung zentral verwalten, inklusive umfangreicher Sicherheits- und Komfortfeatures.

Der DigitalPakt Schule sieht „eine Förderung der Entwicklung professioneller Service- und Supportlösungen ausdrücklich vor“. Die Förderung erstreckt sich dabei auf die Entwicklung bis zur Inbetriebnahme. Für den Dauerbetrieb können ebenso die 500 Millionen Euro aus der Corona-Hilfe II genutzt werden, wozu auch Administration und Support von externen Dienstleistern wie die Telekom gehören.

Beratung startet mit Konzept für digitalen Unterricht

Bleibt die Beantragung der Fördergelder, bei der sich manche Antragsteller ebenfalls schwertun. Denn der DigitalPakt sieht vor, dass neben der Technik auch ein pädagogisches Konzept erstellt werden muss, welches den geplanten Einsatz der Hard- und Software im Unterricht beschreibt. Dieses „Primat der Pädagogik“ ergibt Sinn, da nur so digitale Technologien wie Netzwerk und Server, Präsentationstechnik, Endgeräte und Lernplattformen zukunftsfest und aufeinander abgestimmt eingesetzt werden – und nicht als Technologieschrott unausgepackt in den Kellern der Schulen landen.

Auf digitale Schule spezialisierte Berater*innen der Telekom unterstützen Schulträger und Schulen bei der Erstellung eines Medienentwicklungsplan. Dieses Konzept bietet auch den Handlungsrahmen für die Anschaffung der Technologie, Schulungsmaßnahmen für die Lehrkräfte, eine Haushaltsplanung und einen zukunftsfähigen IT-Betrieb und -Support.

Ansprechpartner: Das Expert*innen-Team für Digitale Bildung der Telekom

Ansprechpartner

Deutsche Telekom AG
Corporate Communications
Telefon: +49228 18149494
E-Mail: medien@telekom.de


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