Ländervergleich

Bayerische Schülerinnen und Schüler haben großen Bildungserfolg -Bayerische Schulen sehr leistungsfähig

"Einen großen Bildungserfolg haben die bayerischen Schülerinnen und Schüler beim 1. Ländervergleich in der 4. Jahrgangsstufe der Grund- und Förderschulen bewiesen." So kommentierte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Ergebnisse des 1. bundesdeutschen Ländervergleichs in der 4. Jahrgangsstufe der Grund- und Förderschulen.

05.10.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Und die bayerischen Schulen sind sehr leistungsfähig", ergänzte er. In beiden untersuchten Fächern, nämlich Deutsch und Mathematik, rangieren die bayerischen Schülerinnen und Schüler auf Platz 1, für Minister Spaenle Ergebnis der konsequenten pädagogischen Arbeit des "Förderns und Forderns" in einem verlässlichen pädagogischen Rahmen. Kultusminister Spaenle nutzte die Vorstellung der Ergebnisse als Anlass, um den Lehrkräften und den Eltern zu danken, dass sie so intensiv die Kinder fördern und ihnen wichtige Kompetenzen und Wissen vermitteln.

Bei der Lesekompetenz hatten die bayerischen Schülerinnen und Schüler mit 515 Punkten den 1. Platz belegt, beim Zuhören mit 513 und in der zusammenfassenden Wertung in Mathematik mit 519 Punkten jeweils ebenfalls Platz 1.

Wissenschaftler bescheinigen Bayerns Schülerschaft spürbaren Kompetenzvorsprung

Minister Spaenle freut sich über das Urteil der Wissenschaftler vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen IQB, die in der Zusammenfassung zentraler Ergebnisse formuliert haben: "Hierbei gelingt es nur Schülerinnen und Schülern im Freistaat Bayern sowohl im Lesen als auch im Zuhören sowie im Fach Mathematik Kompetenzen zu entwickeln, die signifikant oberhalb der mittleren Kompetenzausprägungen in Deutschland insgesamt liegen." Diesem Urteil sei wenig hinzuzufügen, mit einer Ausnahme: "Auch das sehr gute Ergebnis darf uns nicht ruhen lassen. Wir wollen für unsere jungen Menschen die bestmögliche Bildung. Daran werden wir weiterarbeiten", so sein Votum.

Bundesweit 27.000 Schülerinnen und Schüler in den Test einbezogen - 1681 aus Bayern

Bundesweit waren zu diesem repräsentativen 1. Ländervergleich in der 4. Jahrgangsstufe rund 27.000 Schülerinnen und Schüler von über 1.300 Grund- und Förderschulen für die Fächer Deutsch und Mathematik eingebunden worden, darunter befanden sich 1.681 Schülerinnen und Schüler von 75 bayerischen Grund- und 3 bayerischen Förderschulen. Der Ländervergleich, den das IQB in Berlin durchgeführt hat, hatte parallel zu IGLU/TIMSS 2011 im Juni 2011 stattgefunden. Die Ergebnisse stehen repräsentativ für die Leistungsfähigkeit von knapp drei Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland in der Grundschule, darunter gut 470.000 in Bayern.

Als Orientierungslinie für den Ländervergleich fungierten die Bildungsstandards, die die Kultusministerkonferenz festgesetzt hat. Der Ländervergleich dient dazu zu überprüfen, wie weit die Bildungsstandards in den einzelnen Ländern erreicht werden. Zu deren Umsetzung hatten sich die Länder 2004 entschlossen. In Deutsch wurden die Fähigkeiten des Lesens und Zuhörens untersucht. In Mathematik waren es die Kompetenzbereiche: Zahlen und Operationen, Raum und Form, Muster und Strukturen, Größen und Messen sowie Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit.

Große Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler übertrifft die Regelstandards

Wichtig ist für Minister Spaenle, dass in Bayern nahezu alle Schülerinnen und Schüler die Bildungsstandards der KMK erreichen. Weniger als ein Zehntel der Kinder haben die Mindestkompetenzen nicht erreicht, über drei Viertel der Kinder erreichen und übertreffen die Regelstandards sowohl in Deutsch wie auch in Mathematik. Mehr als ein Fünftel der bayerischen Schülerschaft der 4. Jahrgangsstufe erreicht in Mathematik sogar die höchste Kompetenzstufe und erbringt hier nach Ergebnissen der Untersuchungen "Spitzenleistungen". Bayern will aber weiter vorankommen. Die Absenkung der Klassenhöchstgrenze und der konsequente, flächendeckende und am Bedarf orientierte Ausbau der Ganztagsschulen sind für Minister Spaenle dabei wichtige Instrumente wie auch die besondere Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. "Unabhängig vom Elternhaus sollen die Schülerinnen und Schüler in Bayern gleich gute Chancen haben", so der Minister. Im neuen Lehrplan, der derzeit für die Grundschule vorbereitet wird, wird die Kompetenzorientierung noch weiter im Mittelpunkt stehen.

Gendergerechte Bildung als wichtiges Anliegen

Eine weitere Herausforderung stellt die Leseförderung für Jungen dar. Im Lesen hatten die Mädchen einen deutlichen Vorsprung gegenüber ihren gleichaltrigen Mitschülern gezeigt - gendergerechte Bildung bleibt für Minister Spaenle eine wichtige Aufgabe. "Wir wollen, dass Mädchen und Jungen ein möglichst hohes Interesse am Lesen, Schreiben und Rechnen haben", so der Minister. Das Ministerium hat mit einem Kongress zur gendergerechten Bildung in dieser Legislaturperiode einen ersten Akzent in diesem Bereich gesetzt. Verschiedene Modelle zur Förderung der Lesefähigkeit von Jungen waren im Umfeld des Kongresses ebenso entstanden wie auch solche, die das Interesse und die Kompetenzen der Mädchen in Mathematik und den Naturwissenschaften fördern sollen. "Hier müssen wir weiter arbeiten", betonte Minister Spaenle.

2009 hatte das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen erstmals einen Ländervergleich bei Schülerinnen und Schülern von weiterführenden Schulen in der Jahrgangsstufe 9 auf der Basis der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz durchgeführt. In beiden Fächern, die getestet wurden, nämlich Deutsch und Englisch, hatten die bayerischen Schülerinnen und Schüler aller Schularten am besten abgeschnitten.


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