Bayerische Schulbildung vermittelt gute Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

"Bayerns Schulen leisten einen guten Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler mit ihrer qualitätsvollen Ausbildung eine solide Grundlage für einen Start in Gesellschaft und Arbeitsleben erhalten. Außerdem steht Gewaltprävention nicht nur im Lehrplan, sondern wird an jeder Schule aktiv praktiziert." Mit diesen Feststellungen weist Kultusminister Siegfried Schneider Vorwürfe der SPD-Landtagsfraktion zurück, die Schulen in Bayern vermittelten ihren Schülern zu wenige Zukunftsperspektiven und förderten damit die Aggressions- und Gewaltbereitschaft.

07.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An Schulen wird eine Vielzahl von Projekten zur Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung praktiziert, u.a. "Prävention im Team" und "Faustlos".
Die Erfolge der Bildungspolitik zeigen sich in der mit 4,2 Prozent in Bayern im bundesweiten Vergleich sehr niedrigen Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25Jährigen (Bundesrepublik West 5,8 Prozent, Bundesrepublik insgesamt 7,1 Prozent).
Zusätzlich hat der Freistaat die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen an den Schulen in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, damit immer weniger Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen.

Über die bisherigen Leistungen hinaus forciert der Freistaat Bayern massiv den Ausbau von Ganztagsschulen, damit Kinder und Jugendliche noch intensiver gefördert und betreut werden können, aber auch Eltern Erwerbs- und Erziehungsarbeit besser verbinden können. So werden in den nächsten Schuljahren jeweils an 100 zusätzlichen Hauptschulstandorten gebundene Ganztagsklassen eingerichtet. Bisher bestehen solche an 162 Hauptschulstandorten. Der Ausbau von offenen Ganztagsschulen an allen Schularten schreitet zügig voran. Mittlerweile gibt es an mehr als 900 Schulen offene Ganztagsangebote. Kommunen und Schulen, die Bedarf angemeldet haben und Anträge gestellt haben, werden alle gefördert.

Bayern hat zum Schuljahr 2005/2006 die Anzahl der Stunden, in denen Kinder mit Migrationshintergrund in "Vorkursen" in Kindergärten Deutsch lernen, von 40 auf 160 erhöht. Damit wird sichergestellt, dass die Kinder ab dem ersten Schultag ihre Leistungsfähigkeit auch voll entfalten können und in der Klassengemeinschaft integriert sind. Minister Schneider hat eine weitere Ausweitung der Stundenzahl in den Vorkursen angekündigt. Auch in der Grundschule und in den weiterführenden Schulen werden Schülerinnen und Schüler bei sprachlichen Defiziten gefördert.

Die durchschnittliche Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Hauptschulklassen liegt mit rund 21 sehr niedrig, so dass sich die Lehrkräfte den einzelnen Schülern intensiv widmen können. Die Staatsregierung - vertreten durch das Sozialministerium - hat in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Anzahl von Sozialpädagogen an Schulen erhöht. Derzeit werden 158 Stellen von Sozialpädagogen an 227 Schulen durch den Freistaat gefördert. Im kommenden Schuljahr wird diese Zahl um 67 Stellen weiter angehoben.

Das Problem mit Gewalt in der Gesellschaft, warnt Minister Schneider, dürfe nicht in erster Linie den Schulen angelastet werden. Gewalttaten an Schulen sind in den jüngsten Jahren statistisch zurückgegangen. Eltern haben eine klare Erziehungsaufgabe und auch die Gesellschaft insgesamt wie auch die Medien müssen ihren Beitrag leisten, damit Gewalt nicht als probates Mittel zur Durchsetzung von eigenen Zielen erscheinen kann.

Die drei bayerischen Clearingstellen, also geschlossene Jugendhilfeeinrichtungen, sind ein Erfolgsmodell. Nach dem Konzept des zuständigen Sozialministeriums werden dort Kinder im Alter von bis zu 14 Jahre bis zu sechs Monaten besonders intensiv betreut, besuchen vor Ort den Unterricht und werden auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft bzw. weitere Maßnahmen vorbereitet.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden