Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) plädiert für Entlastung der Grundschullehrkräfte
"Aus dem sehr eingeschränkten Blick der Eltern auf den Übertrittszeitpunkt nach der 4. Klasse muss ein mehrjähriger Elternberatungsprozess werden, bei dem die Erziehungsberechtigten spätestens ab der 3. Klasse intensive über das Entwicklungspotenzial ihres Kindes beraten werden. Zudem müssen standardisierte landesweite Tests eingesetzt werden, um eine vergleichende Einstufung der Leistungsfähigkeit des Kindes zu ermöglich. Aber es muss nun endlich auch Schluss sein mit der Verunsicherung von Eltern durch das Gerede vom Bildungsverlierer, nur weil das Kind nicht den Übertritt an das Gymnasium schafft. Diese drei Komponenten werden dazu beitragen, den so genannten Übertrittsdruck von Eltern und Schülern zu nehmen!", stellt der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Anton Huber, anlässlich der zunehmend schärfer werdenden Diskussion über die Schule in der Leistungsgesellschaft, die jüngst in der Aussage gipfelte, man habe ein überholtes und kinderfeindliches Schulsystem, klar.
12.12.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale BildungHuber weiter: "Kinderfeindlich ist nicht unser bayerisches Schulwesen, sondern das ständige Miesmachen unserer Schulen, unserer Schüler und unserer Lehrkräfte durch Funktionäre des Volksschullehrerverbandes. Wir haben es satt, uns von Personen, die den Blick für die Realität offensichtlich völlig verloren haben, ständig vorwerfen zu lassen, dass wir in unserer pädagogischen Arbeit kinderfeindlich sind, nur weil wir von unseren Kindern Leistung fordern. Diese Leistung erbringen Kinder im Übrigen nachweislich sehr gerne und sie wollen hierfür auch eine Rückmeldung haben, beispielsweise in Form von Noten."
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