Bayerisches Kultusministerium: Aufklärungsarbeit über Nationalsozialismus und Demokratieerziehung haben am achtjährigen Gymnasium sehr hohen Stellenwert

Kultusministerium betont: Aufklärungsarbeit über Nationalsozialismus und Demokratieerziehung haben am achtjährigen Gymnasium sehr hohen Stellenwert.

22.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

24 Stunden und nicht 7 Stunden, wie fälschlich behauptet, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums mit dem Nationalsozialismus. Diese Stunden sind über die Jahrgangsstufen 9 und 11 verteilt. Die Aufklärungsarbeit im Fach Geschichte wird z.B. durch die enge Vernetzung mit dem Fach Sozialkunde unterstützt, das sich z.B. mit den Strukturmerkmalen diktatorischer Herrschaft auseinandersetzt. Es ist ein wichtiges Ziel des Lehrplans im Fach Geschichte, dass die Schülerinnen und Schüler sich eingehend mit der menschenverachtenden Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus beschäftigen und dabei den unverzichtbaren Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte, den die Demokratie gewährleistet, kennen und schätzen lernen.

Bayern hat die Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich im neuen Lehrplan gegenüber dem des neunjährigen Gymnasiums nicht zurückgefahren, sondern sogar noch intensiviert. So wurde eine Exkursion zu einem Gedenkort der Opfer des Nationalsozialismus obligatorisch gemacht und die Schüler befassen sich nach dem neuen Lehrplan auch intensiv mit der Rolle Bayerns im Nationalsozialismus.

Der Lehrplan im Fach Geschichte greift darüber hinaus auch die Gründung des Staates Israel und seine Entwicklung auf. Das Thema Israel wird damit im Geschichtsunterricht im achtjährigen Gymnasium deutlich breiter behandelt als früher. Dabei wird auf die bedrohte Lage des Staates Israel im Nahen Osten eingegangen und auch das Verhältnis Israels zur Bundesrepublik explizit aufgegriffen.


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