Bayerisches Kultusministerium nimmt zu umfrage der Sendung "Kontrovers" Stellung

Zu den Ergebnissen der Umfrage der Sendung "Kontrovers" nimmt Bayerns Kultusministerium wie folgt Stellung:

30.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Zur Frage nach Lehrerversorgung

Eine schwierige Situation in der Lehrerversorgung gab es an einzelnen Schularten in bestimmten Fächern, z.B. am Gymnasium. Das Kultusministerium hat mit einer Reihe von Maßnahmen den Unterricht sichergestellt. Allein ab Februar stellt das Kultusministerium aber gut 400 ausgebildete Lehrkräfte für das Gymnasium ein. Ausgeschieden aus dem Dienst sind nur rund 200. Damit stehen 200 Lehrer mehr für den Unterricht am Gymnasium zur Verfügung als im Vorjahr.

Für alle Schularten:

Im Doppelhaushalt 2007/2008 wurden zusätzlich 784 neue Planstellen für Lehrkräfte zur Verfügung gestellt, darüber hinaus zusätzlich weitere Mittel für 890 Stellen im Nachtragshaushalt 2008, um den Unterricht zu sichern und große Klassen abzubauen.

Zur Frage nach großen Klassen

Die durchschnittliche Klassenstärke liegt in Bayern je nach Schulart zwischen 21 Schülern an der Hauptschule und rund 28,5 Schülern an Realschulen und Gymnasien. Um große Klassen abzubauen, wurden Stellen und Mittel bewilligt. Das Bayerische Kultusministerium wird diesen Weg, nach und nach die großen Klassen abzubauen, konsequent fortsetzen.

Zur Frage nach der Einführung des G8

Das G8 wurde zum Schuljahr 2004/2005 sehr rasch eingeführt. Der Grund lag in der internationalen Entwicklung: In den meisten Ländern Europas erreichen Schüler im Alter von 18 Jahren das Abitur. Bayern musste mitziehen. Nur so und durch die anerkannt hohe Qualität des bayerischen Abiturs können wir unseren Kindern und Jugendliche eine gute Ausgangsposition für ihr Leben sichern.
Kultusminister Siegfried Schneider hat nach den ersten Erfahrungen von Lehrern, Eltern und Schülern die Lehrpläne überprüfen lassen, ob der Stoff zu bewältigen ist. Bis Ostern werden aufgrund der Ergebnisse dieser Erhebungen in einzelnen Fächern die Lehrpläne nachjustiert. Bei der Stundentafel hat der Minister den Schulen bereits die Freiheit gegeben, in der 5. und 6. Jahrgangsstufe jeweils eine Stunde zu kürzen und den Fachunterricht mit der halben Schülerzahl zu halten.

Zur Frage nach dem Leistungsdruck

Bayerns Schüler belegen in internationalen Vergleichsstudien wie z.B. PISA innerhalb Deutschlands den Platz 1. Sie gehören als Einzige in Deutschland zur internationalen Spitze. Bildungserfolg allein aber sichert einen guten Start in Ausbildung, Studium und Beruf.
Leistung gehört auch zum Schulalltag. Aber Bayern lässt die Schüler nicht allein und unterstützt sie dabei mit entsprechenden Förderangeboten, damit sie den Anforderungen gerecht werden können.

Zur Frage nach den Ganztagsschulen

Ganztagsangebote sind wichtig, Bayern baut die Ganztagsangebote an allen Schularten auf Initiative von Kultusminister Siegfried Schneider massiv aus.
Im Schuljahr 2007/2008 wurde die Anzahl der Standorte mit Ganztagsklassen an Hauptschulen von 62 auf 162 erhöht und damit mehr als verdoppelt. Im kommenden Schuljahr kommen 100 weitere Standorte dazu.

Die Zahl der Schulen mit offenen Ganztagsangeboten stieg im gleichen Zeitraum um ein Viertel (von 698 bis 875)


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