Bayern-SPD mit Taschenspieltricks zur Einheitsschule
Der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands, Anton Huber, weist den SPD-Leitantrag zur Bildung unmissverständlich zurück: "Die jüngsten Vorschläge der Bayern-SPD stufen nicht nur die bayerischen Realschullehrkräfte als erneuten Griff in die bildungspolitische Mottenkiste des letzten Jahrhunderts ein. Sie sind nichts anderes als Taschenspielertricks, um in Bayern zur Gesamtschule zu kommen und über die Gesamtschule (= Einheitsschule) zu einer Einheitsgesellschaft."
09.05.2010 Pressemeldung Verband Reale BildungDabei zu glauben, die Unterstützung von Lehrerverbänden zum SPD-Einheitsschul-Konzept zu haben, ist jedoch ein Irrtum - lehnen doch beinahe alle bedeutenden Lehrerverbände und Schulleiterverbände dieses rückwärts gewandte Konzept ab.
Dabei seien laut Huber weniger Gaukler als vielmehr Zauberkünstler aktiv, die den Jugendlichen und jungen Familien leere Versprechen machen. Die Requisiten für ihre Kunststücke sind allerdings anders als im 19. Jahrhundert. Man bediene sich der Medien, stelle nicht belegte Behauptungen auf, wiederhole werbemäßig immerzu Falsches und verspreche als Einheitsschulmissionar mit der ´Schule für alle´ die Lösung aller gesellschaftlichen Probleme.
"Natürlich ist es verblüffend, wenn man der Bevölkerung einredet, dass man wie in einem Schlaraffenland in einer Wohlfühlschule ohne Anstrengung und Leistungsorientierung zu Wohlstand komme. Die Realität ist allerdings anders und darauf müssen wir unsere jungen Menschen in den Schulen individuell vorbereiten. Ein Einheitsbrei mit gemeinsamem Lernen und das noch jahrgangsübergreifend ist genau das Gegenteil davon!", unterstreicht Vorsitzender Huber.
"Oft klaffen bei den Politikern Vorstellung und Realität auseinander, wenn es um das Wohl der eigenen Kinder geht: Wie ist es denn erklärbar, dass Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und Linkspartei wie z. B. in NRW zwar für Gemeinschaftsschulen werben, sich privat aber für ihre eigenen Kinder oft anders entscheiden und diese statt in die Gesamtschule auf das Gymnasium oder in eine Privatschule schicken." wundert sich Huber.
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