Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider: Deutschland hat sich bei PISA 2006 verbessert

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider ist mit den zum Teil deutlich verbesserten Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler bei der PISA-Studie 2006 zufrieden. "Gerade das gute Abschneiden unserer Schülerinnen und Schüler in den Naturwissenschaften stimmt für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland zuversichtlich." Kultusminister Schneider verweist dabei beispielsweise auf die Einführung des Faches Natur und Technik am achtjährigen Gymnasium; an der Hauptschule in Bayern spielen, so der Minister, die Naturwissenschaften und der Praxisbezug traditionell eine wichtige Rolle.

04.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Beim Schwerpunktgebiet Naturwissenschaften erzielt Deutschland erstmals in einem der drei getesteten Bereiche ein Ergebnis über dem OECD-Durchschnitt und belegt Rang 8 unter den OECD-Staaten. Beim Lesen und in der Mathematik liegen die Werte im OECD-Mittel; seit der ersten Durchführung von PISA im Jahr 2000 hat sich Deutschland aber in allen Testbereichen kontinuierlich verbessert. "Diese Ergebnisse zeigen, dass die Maßnahmen zur Steigerung der Unterrichtsqualität greifen", so der Minister. "Besonders erfreulich ist, dass sowohl die Leistungsschwächeren wie auch die Leistungsstärkeren vorangekommen sind. Bayern hat in den letzten Jahren gezielt auf die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen gesetzt und die Lehrer auf eine neue Aufgabenkultur eingestellt. Diesen Weg müssen wir konsequent fortsetzen, um die immer noch großen Leistungsabstände zwischen den Jugendlichen zu reduzieren", erklärte Minister Schneider.

Auch beim Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulleistung hat es Verbesserungen gegeben, ebenso beim Lernerfolg der Jugendlichen mit Migrationshintergrund. "Diese Fortschritte sind mir aber noch nicht hinreichend deutlich. Deshalb werden wir die Vorkurse zur Sprachförderung im Kindergarten weiter ausbauen. Sie werden sich in Zukunft ebenso positiv auswirken wie unsere stark erweiterten Angebote zur ganztägigen Betreuung an Schulen", zeigte sich Minister Schneider mit Blick auf den nächsten PISA-Zyklus zuversichtlich.

Die PISA-Studie wird jeweils im Abstand von drei Jahren im Auftrag der Teilnehmerstaaten von der OECD in Paris durchgeführt. Dabei werden die Kompetenzen 15-Jähriger im Lesen, in der Mathematik und in den Naturwissenschaften getestet. An PISA 2006 haben neben den 30 OECD-Staaten 27 Partnerstaaten teilgenommen. In Deutschland wurden für den internationalen Vergleich Schülerinnen und Schüler aus 225 Schulen getestet (davon 32 bayerische Schulen).

Das Ziel ist die regelmäßige Feststellung des Leistungsstandes in den genannten Bereichen, um Entwicklungen beschreiben zu können. Dies setzt ein methodisch einwandfreies Testkonzept voraus, das verlässliche Daten erhebt und Ergebnisvergleiche im Zeitverlauf ermöglicht. "Das nationale PISA-Konsortium gewährleistet diese Vergleichbarkeit; ich gehe davon aus, dass das auch ein Anliegen der OECD ist", erklärte Minister Schneider zu den widersprüchlichen Aussagen des PISA-Koordinators. Dieser hatte im Vorfeld der Ergebnisvorstellung einzelne Tests für nicht vergleichbar erklärt.

Wie bei PISA 2000 und 2003 wurde auch bei PISA 2006 ein deutscher Ländervergleich durchgeführt, dessen Ergebnisse derzeit ausgewertet und im Spätherbst 2008 vorgestellt werden. Bayern hat bei den bisherigen Ländervergleichen in allen getesteten Bereichen jeweils den ersten Platz belegt.


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