"Bayerns Schulwesen: ein System wiederkehrender Chancen"
"Mit seiner Regierungserklärung hat Kultusminister Dr. Spaenle seine mit der FDP abgestimmten Vorstellungen von einer behutsamen Weiterentwicklung des bisher sehr erfolgreichen bayerischen Schulwesens beschrieben. Diese decken sich weitgehend in den Zielvorstellungen und in den Grundpositionen mit jenen der Lehrkräfte an den bayerischen Realschulen", so kommentiert Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, die heutige Regierungserklärung.
26.03.2009 Pressemeldung Verband Reale BildungHuber weiter: "Wir begrüßen ausdrücklich das Festhalten beider Regierungsparteien an den in Bayern bewährten Strukturen eines vielgliedrigen Schulwesens mit eigenständigen Schularten und das klare Bekenntnis zur Hauptschule wie zur Realschule. Allerdings müssen wir auch der Opposition beipflichten, dass in vielen Bereichen, insbesondere im Realschulbereich, eine deutliche Unterversorgung gegeben ist. Sollte die Realschule, die seit Einführung des Erfolgsmodells Sechsstufige Realschule nahezu ausgeblutet ist, in den kommenden Monaten nicht deutlich besser versorgt werden, wird das Ziel einer Qualitätsverbesserung und einer Erhöhung der Bildungsgerechtigkeit nicht zu erreichen sein. Wir befürchten durch noch mehr Schüler und weiterhin extrem große Klassen einen deutlichen Qualitätseinbruch bei den Schülern. Aber auch die Lehrkräfte, die seit Jahren mit deutlicher Überlast unterrichten und erziehen, können diese Belastungen nicht weiter tragen. Da muss es umgehend Verbesserungen geben, denn Gerechtigkeit gilt für Schüler und Lehrkräfte."
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