Bericht der Schulinspektion

Der Landeselternausschuss sieht in der Schulinspektion ein wichtiges Instrument für eine nachhaltige Qualitätssteigerung der Berliner Schulen. Die Besetzung der Teams durch kompetente Schulräte, Schulleiter, Lehrkräfte und ehrenamtliche Vertreter aus dem Bereich der Elternschaft haben zur überwältigenden Akzeptanz in den Schulen, der Verwaltung, der Politik und den gesellschaftlich relevanten Gruppen geführt. Anfängliche Bedenken hinsichtlich der Teamzusammensetzung haben sich als völlig unbegründet erwiesen.

11.05.2007 Berlin Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

Deutlich zu kritisieren ist der späte Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts. Der Landeselternausschuss hält es für dringend erforderlich, dass die Ergebnisse der Jahresberichte zeitnah der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Aus dem vorliegenden Bericht müssen klare Konsequenzen erwachsen:
Schulen, mit erheblichem Entwicklungsbedarf benötigen dringend konkrete und individuelle Hilfestellungen. Falls diese Schulen - trotz der dann erfolgten Hilfestellung - bei der erneuten Evaluation nach zwei Jahren keine deutliche Entwicklung zeigen, muss es zu eindeutigen personellen Konsequenzen kommen. Dies kann und muss auch einen Austausch des qualitätshemmenden Personals einschließen.

Als hilfreich sieht der Landeselternausschuss eine Rotation des pädagogischen Personals an. Zum Ende eines Schuljahres sollten zwei bis drei Lehrkräfte an eine andere Schule wechseln. Dies kann mit der Option verbunden werden, nach einem Jahr wieder an die ehemalige Schule zurück zu kehren. Schulleiter und Schulräte sollten nach 5, max. jedoch nach 10 Jahren generell rotieren.

Der Landeselternausschuss nimmt mit Besorgnis zur Kenntnis, dass an den Schulen kaum binnendifferenziert unterrichtet wird. Deutlichen Entwicklungsbedarf gibt es auch im Bereich der Methodenkompetenzen (Angebote zum Lernen lernen, Einsatz moderner Unterrichtstechnologie, Förderung der Moderations- und Präsentationskompetenz) und in der Entwicklung und Förderung der Selbstständigkeit von Schülern und Schülerinnen. Hier erwartet der Landeselternausschuss deutlich mehr verpflichtende Fortbildungsangebote und Hilfestellungen für das Lehrpersonal.


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