Unterrichtung

Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Angesichts der pandemiebedingten finanziellen Notlage insbesondere des Goethe-Instituts und der Deutschen Schulen im Ausland hat die Bundesregierung 139,2 Millionen Euro zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, um Insolvenzen zu verhindern und wichtige Bildungs- und Kulturinfrastruktur im Ausland zu erhalten.

02.06.2021 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Bundestag
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Das geht aus dem als Unterrichtung (19/30000) vorliegenden Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für das Jahr 2020 hervor.

Im Zuge der Pandemie seien eine rasche und umfassende Digitalisierung der Auslandsschularbeit, der Strategischen Kommunikation, aber auch verschiedener Aktivitäten im Programmbereich beschleunigt und die Frage der Nachhaltigkeit und Klimaneutralität noch mehr in den Vordergrund der Bemühungen gestellt worden. Dabei sei festgestellt worden, dass viele Partnerstrukturen politisch wie finanziell unter verstärkten Druck gerieten.

Darauf habe die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik reagiert, indem sie ihre Förderrichtlinien umgestellt und gemeinsam mit Mittler- und Partnerorganisationen, allen voran das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst, sowie Robert Bosch Stiftung, S. Fischer Stiftung, Deutsche UNESCO-Kommission, Stiftung Mercator und Siemens Stiftung einen internationalen Hilfsfonds aufgelegt habe.

Der Hilfsfonds habe sich an Organisationen in Kultur, Bildung und Zivilgesellschaft außerhalb der Europäischen Union gerichtet, deren Engagement der Aufrechterhaltung künstlerischer Freiheit und der Sicherung pluralistischer Gesellschaften dient. Durch die Finanzierung strukturfördernder Projekte habe der Fonds in der Krise zur Existenzsicherung von mehr als 140 Institutionen in 50 Ländern beigetragen.

Weitere Schwerpunkte der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik waren 2020 den Angaben zufolge unter anderem die Transformationspartnerschaft in rund zwölf Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und Nordafrikas sowie der Ausbau der Zusammenarbeit mit Russland und den Ländern der Östlichen Partnerschaft. (hib/AHE)

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