Bertelsmannstudie deckt Probleme in NRW auf
"Stolpersteine und Lichtblicke" – so fasst Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW die aktuelle Bertelsmannstudie zur Chancengleichheit zusammen. "In vielen Punkten gibt es Verbesserungen, aber die Lage im Mittelfeld bei der Gesamtbewertung spricht eine deutliche Sprache in Richtung der Landesregierung", so Beckmann.
24.06.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDass knapp 60 % der jungen Erwachsenen eine Hochschulreife erreichen, sei ein guter Schritt, bilanziert Beckmann. Dennoch täusche diese Zahl nicht darüber hinweg, dass es eine "echte" Chanchengleichheit in NRW nicht gibt: "Einem Schüler, der in eine höhere Schulform wechselt, stehen 7,5 Abwärtswechsler gegenüber. Diese Zahlen zeigen, dass die Landesregierung dringend mehr Geld investieren muss, um diese Abwärtsspirale zu stoppen", sagt Beckmann. "Die individuelle Förderung muss daher vom Elementarbereich an deutlich ausgebaut werden."
"Die Landesregierung hat sich das Motto ´Kein Kind zurücklassen` auf die Fahnen geschrieben. Doch noch immer müssen zu viele Kinder (2,3 %) eine Klasse wiederholen", bemängelt Beckmann. Würde man mehr Ressourcen für eine zielgerichtete Förderung zur Verfügung stellen, könne man die Zahl der Klassenwiederholer weiter deutlich reduzieren. "Auch wenn sich NRW in einigen Bereichen verbessert hat – wir liegen immer noch im bundesweiten Mittelfeld. Nur, wenn das Land NRW bereit ist, mehr Geld, Personal und Zeit in die Verbesserung der Schulqualität zu stecken, werden sich die Ergebnisse verbessern", bekräftigt Beckmann.
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