Beschulung von Flüchtlingskindern
Der VBE begrüßt die Ankündigung des Schulministeriums, mehr Ressourcen für die Beschulung von Flüchtlingskindern bereitzustellen. "Diese Kinder, die aus Kriegs- und Krisenregionen kommen, brauchen geregelte Strukturen und Perspektiven", sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW.
18.11.2014 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDeswegen müsse Schluss sein mit dem Improvisieren, so Beckmann, stattdessen müsste das Land dauerhafte Hilfen und feste Strukturen zur Verfügung stellen, damit die Lehrkräfte die Möglichkeit haben, die Kinder entsprechend ihrer Talente umfassend zu fördern. Zudem besteht nach wie vor ein erheblicher Bedarf an Lehrkräften mit Deutsch als Zweitsprache.
Viele Schulen in Kommunen, in denen die Flüchtlinge angesiedelt werden, könnten den Ansturm der Flüchtlingskinder nach wie vor nur schwer bewältigen, stellt Beckmann fest: "Die zu begrüßende Erhöhung der Lehrerstellen wird allein nicht ausreichen, um den Kindern gerecht zu werden. Die Lehrkräfte brauchen mehr Unterstützung bei der Beschulung von schwer traumatisierten Kindern aus Kriegsgebieten. Viele dieser Kinder sind depressiv, einige sogar selbstmordgefährdet. Dazu kommt, dass sie häufig kein Deutsch sprechen und sich nahezu isoliert in einem völlig fremden Land wiederfinden. Wichtig ist, dass die betroffenen Schulen von multiprofessionellen Teams – bestehend unter anderem aus Schulpsychologen, Schulsozialarbeitern und Dolmetschern – unterstützt werden."
Ungelöst ist nach Auffassung des VBE nach wie vor, wie Schulen, die keine Auffangklassen haben und ständig Flüchtlingskinder in die regulären Klassen aufnehmen müssen, diese Herausforderung bewältigen sollen.
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