Lehrkräfte

Besoldungsnovelle: "Wir wollen mehr Gerechtigkeit schaffen"

"Die Reform der Lehrkräftebesoldung war spätestens als Konsequenz der Schulgesetzänderung von 2011 und dem Kabinettsbeschluss zur Reform der Lehrerbildung zum Ende der letzten Wahlperiode zwingend", sagte gestern Bildungsministerin Britta Ernst im schleswig-holsteinischen Landtag.

21.01.2016 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Um mehr als 2.000 Lehrkräfte im Land besser zu bezahlen, nehme die Landesregierung mehr als 30 Millionen Euro in die Hand. "Das ist ein großer Schritt zu mehr Gerechtigkeit an den Gemeinschaftsschulen und wird zu mehr Schulfrieden an den Schulen führen", sagte die Ministerin.

Mit der geplanten Novelle der Lehrkräftebesoldung schaffe die Landesregierung Klarheit: Lehrkräfte in beiden Säulen der weiterführenden Schulen - an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien - würden gleich behandelt, daher solle die Eingangsbesoldung an den weiterführenden Schulen künftig bei A13 liegen, erläuterte Ernst. Das sei ein großer Schritt der Angleichung an den weiterführenden Schulen, den es so bei weitem nicht in allen Bundesländern gebe. Die früheren Hauptschullehrkräfte an Gemeinschaftsschulen sollen von A 12 zu A 13 wechseln können (Mehrkosten rund 11 Millionen Euro). Die Besoldung nach A 13 führe zudem zu einer höheren Einstufung der Leitungsfunktionen der Grund- und Hauptschullehrkräfte sowie später zu erhöhten Pensionszahlungen (plus 7,9 Mio. Euro). Lehrkräfte für das neue Sekundarschullehramt mit zwei Sek-II-Fächern sollen wie die heutigen Gymnasiallehrkräfte mit A 13 - mit Stellenzulage - eingestuft werden. Die neue Besoldungsstruktur soll zum 1. Februar 2016 in Kraft treten.

Die zukünftigen Grundschullehrkräfte - sie werden allein an Grundschulen mit den Jahrgängen 1 bis 4 arbeiten - blieben bei der A-12-Einstufung, sagte Ernst: "Das fällt uns nicht leicht, aber die Besoldung richtet sich auch nach den unterschiedlichen Tätigkeiten." Die Unterrichtstätigkeit in den Klassenstufen 1 bis 4 unterscheide sich vom Unterricht in den Sekundarstufen, der eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen ermöglichen und Berufsorientierung vermitteln soll.


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