Bewegung im Kopfnoten-Dschungel
Für Aufregung sorgt ein später zurückgezogenes, unautorisiertes Redemanuskript der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Ingrid Pieper von Heiden. Das Redemanuskript sollte in einer ursprünglich für Mittwoch geplanten Landtagsdebatte über Kopfnoten zum Einsatz kommen. Darin spricht sie sich für eine Reduzierung der 6 Kopfnoten auf 2 aus und unterstützt damit den vom Philologen-Verband und den Lehrerverbände NRW (LNRW) gemachten Vorschlag. In der FDP sei man sich einig, dass die Vergabe der Kopfnoten in der jetzt vorliegenden Form gestoppt werden müsse.
23.02.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Auch der schulpolitische Sprecher der CDU, Klaus Kaiser, hält eine mehrjährige Evaluationsphase für nicht sinnvoll. Der Philologen-Verband begrüßt ausdrücklich diese Vorstöße aus den FDP- und CDU-Fraktionen.
"Es gehört zur Erfahrung, dass man Fehler, die selbst zugegeben werden, am ehesten verzeiht", bemerkt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes. "Wir haben absolut kein Verständnis dafür, aus Prinzipgründen an etwas festzuhalten, das dringend korrigiert werden muss. Wir erwarten den Rückbau dieser verkehrsbehindernden Strecke in der Schulpolitik. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!"
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