"Bildung ist mehr als Wissen"
(bikl.de) Ästhetische Bildung müsse Bestandteil jedes Unterrichtsfaches an allen Schulen werden. Das hat jetzt der Bundeselternrat auf seiner Frühjahrsplenartagung in Soest gefordert.
21.06.2007 Artikel"Das Bedürfnis nach Ästhetik ist ein wesentlicher Bestandteil des Menschseins. Darum beginnt ästhetische Bildung schon vor der Geburt und setzt sich ein Leben lang fort", heißt es in der Resolution "Bildung ist mehr als Wissen, Bildung braucht Ästhetik" des BER.
Die ästhetische Bildung biete eine Plattform, um insbesondere die kulturellen und ethnischen Pluralitäten in ihrer Vielfalt als Chance für ganzheitliches Lernen zu nutzen. Damit werde eine präventive Wirkung im Lebensraum Schule erzielt.
Ästhetische Bildung sei also nicht Luxus, sondern eine Notwendigkeit zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben. "Umso bedauerlicher ist es, dass die Fächer Musik, bildende Kunst und Sport in der Stundentafel nur am Rand berücksichtigt werden", schreibt der Bundeselternrat.
Kulturelle Bildung, insbesondere die musisch-ästhetische Erziehung, erfolge meist im privaten Bereich am Nachmittag. Schülern aus sozial schwächeren und bildungsfernen Familien ist dieser private Zugang oft nicht möglich.
Der Bundeselternrat fordert deshalb in seiner Resolution, ästhetische Bildung in die Curricula der einzelnen Bundesländer aufzunehmen und umzusetzen. Dazu gehöre auch eine adäquate Lehreraus- und -weiterbildung.
- Künstlerische Fächer kommen zu kurz in der Schule
- "Kultur und Bildung als Einheit begreifen"
- Frühjahrsplenartagung 15. - 17. Juni 2007 im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Soest
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