Bildungsbericht gibt die Situation in Deutschland wieder - Bayrische Hauptschüler sind leistungsfähig

Mit Blick auf die Ausbildungssituation von Hauptschülern in Bayern weist Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die heute im Bericht "Bildung für Deutschland" veröffentlichte und auf Deutschland zielende Einschätzung schlechter Chancen für Hauptschüler als plakativ und unzutreffend zurück. Schlechte Chancen haben nur Schüler, die über geringe Kompetenzen und Qualifikationen verfügen. "Das gilt nicht für bayerische Hauptschüler. Denn diese sind in der großen Mehrheit leistungsfähig und gut qualifiziert. Das erweisen auch ihre Ergebnisse in internationalen Vergleichsstudien und ihre Chancen beim Berufseintritt", ergänzt Minister Schneider.

12.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Nach Auskunft des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags sowie des Bayerischen Handwerkstags ist die Anzahl der Vertragsabschlüsse mit Hauptschulabsolventen in den vergangenen zwei Jahren um rund 15 Prozent gestiegen. Zwei Drittel aller Lehrlinge im Handwerk haben vor ihrer Ausbildung die Hauptschule besucht und ihr Anteil nimmt weiter zu. International erfolgreich operierende Unternehmen wie AUDI besetzen gut 50 Prozent der Ausbildungsstellen im gewerblich-technischen Bereich mit Hauptschülern.

"Weil sich die Anforderungsprofile aber in den kommenden Jahren weiter verändern werden, bereiten wir in Bayern unsere Hauptschüler durch die Hauptschulinitiative auf diese neuen Anforderungen vor - und zwar im Dialog mit der Wirtschaft", betont Minister Schneider. "Wir wollen sie bestmöglich fördern".


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