Schleswig-Holstein

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug: "Die Arbeit an den Schwächen und die Arbeit an den Stärken gehört in der Schule zusammen"

"PISA und die Folgen" - unter dieser Überschrift diskutierten heute (10. November) in der Kieler Sparkassenakademie Minister Dr. Ekkehard Klug, Prof. Jürgen Baumert, der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instiuts für Bildungsforschung, und Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter von Eltern und Schülern.

11.11.2011 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Minister Klug hob die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre hervor: Trotz aller Kritik am Bildungsföderalismus seien seit der ersten PISA-Untersuchung im Jahr 2000 deutliche Fortschritte sichtbar. So komme man mit den verabredeten Bildungsstandards der angestrebten Vergleichbarkeit der Abschlüsse einen großen Schritt näher. Klug wies weiter darauf hin, Föderalismus bedeute auch, von Innovationen anderer Länder zu lernen. "Bei den Folgerungen, die wir in Schleswig-Holstein aus den PISA-Studien und anderen Untersuchungen gezogen haben, handelt es sich deshalb auch um eine Mischung von eigenen Akzenten und der Orientierung an übergreifenden Entwicklungen im Bildungsbereich", so der Minister.

Für Schleswig-Holstein, so Klug weiter, habe sich aus den PISA-Ergebnissen unter anderem ein besonderer Auftrag für die Lese- und Rechtschreibförderung ergeben. "In beiden Bereichen konnten wir seitdem signifikante Verbesserungen erreichen", erklärte der Minister und verwies auf das äußerst erfolgreiche Programm "Lesen macht stark", an dem sich mittlerweile 198 Schulen in Schleswig-Holstein beteiligen.

"Individuelle Förderung soll Unterstützung bei Lernschwierigkeiten geben, schließt aber ein, dass sich individuelle Begabungen ebenso im Unterricht entfalten können", betonte Klug. Daher habe Schleswig-Holstein insbesondere in den vergangenen zwei Jahren die Begabtenförderung neu ausgerichtet und ausgebaut. "Unsere Projekte zielen darauf ab, starke Netzwerke zu schaffen, die von der Kindertagesstätte bis zur Sekundarstufe I und II reichen", erläuterte der Minister.

Nach Aussage von Klug ist die schleswig-holsteinische Entwicklung in zwei entscheidenden Größen sehr positiv: "In den vergangenen fünf Jahren ist die Quote der Jugendlichen ohne Schulabschluss von fast 10 Prozent auf 7 Prozent gesunken. Zugleich verzeichnen wir in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg bei den höheren Abschlüssen." Fast die Hälfte (48 Prozent) der Absolventinnen und Absolventen verlasse die Schule nun mit Hochschul- und Fachhochschulreife "In der Schule gehört beides zusammen, die Arbeit an den Schwächen und die Arbeit an den Stärken", betonte Klug.


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