Bildungsminister Jürgen Schreier:

Als haltlos und von mangelnder Detailkenntnis zeugend, hat Bildungsminister Jürgen Schreier die jüngsten Vorwürfe der SPD-Landtagsabgeordneten Isolde Ries in der Saarbrücker Zeitung bezeichnet. "Der Vorwurf von Frau Ries, das Kultusministerium sondere geistig behinderte Kinder aus den Regelschulen aus, zeigt einmal mehr, dass Frau Ries ideologiegesteuert, aber nicht sachkundig ist", so der Minister. "Das Gegenteil ist der Fall".

07.10.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die jüngst veröffentlichten Vergleichszahlen zeigten, dass im bundesweiten Vergleich im Saarland die meisten Kinder mit Behinderungen Regelschulen besuchten. Die Integrationsquote sei in den letzten fünf Jahren kontinuierlich und erheblich gesteigert worden. Bildungsminister Jürgen Schreier weist den Vorwurf von Frau Ries scharf zurück, Kinder, die Sonderschulen besuchten, würden ausgesondert. "Sie werden nicht ausgesondert, sondern besonders gefördert", sagte der Minister. Für ihn, so Schreier, seien das seelische Wohl und der mögliche Lernfortschritt der Kinder die allein entscheidenden Fragen, wenn es darum ginge, welchen Bildungsweg sie einschlagen würden. Auf ihrem Rücken ideologische Auseinandersetzungen zu führen, sei nicht seine Sache.

Der Minister verwies darauf, dass sich im Saarland derzeit 1287 Kinder in Integrationsmaßnahmen befinden. Davon seien 599 Kinder in der Grundschule, 7 in einer Hauptschule, 1 in der Sekundarschule, 1 in der Realschule, 345 in der Erweiterten Realschule 19 auf dem Gymnasium, 312 in der Gesamtschule und 3 in einem BBZ.


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