Bildungsministerin Erdsiek-Rave auf MNU-Herbsttagung: Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften weiter steigern

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat die Bedeutung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts für die Zukunft von Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland hervorgehoben. "Insbesondere die Wirtschaft hat ein hohes Interesse an Fachkräften mit mathematischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund. Auch deshalb tun wir eine ganze Menge, um so früh wie möglich - also bereits in der Grundschule und im Kindergarten - das Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken", sagte sie auf der 42. Herbsttagung des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts MNU. Dafür gebe die Tagung weitere wichtige Impulse. Zudem trage sie dazu bei, Berührungsängste gerade mit dem Fach Mathematik abzubauen.

16.09.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Das andauernde "Jahr der Mathematik" mit Aktionen wie der Mathematik-Olympiade, der langen Nacht der Mathematik oder dem Mathe-Camp sei eine gute Gelegenheit, Begeisterung bei Kindern und Jugendlichen für dieses Fach zu wecken, so die Ministerin weiter. Sie dankte dem Förderverein MNU, der Christian-Albrechts-Universität und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel für ihr großes Engagement für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer. "Es geht um die Anschaulichkeit, die Lebensnähe, also darum, die Augen dafür zu öffnen, wie die Mathematik alles durchdringt - vom MP3-Player bis zum GPS und wie stark die Vernetzungen mit allen Naturwissenschaften sind."

Neben einer ganzen Reihe von Initiativen und Projekten wie Sommercamps oder Schülerlabore werde deshalb der Unterricht seit Jahren in diese Richtung weiterentwickelt. Diesem Zweck diene auch das SINUS-Projekt, das bereits einige Erfolge verzeichnen könne, sagte Erdsiek-Rave. "An den teilnehmenden Gymnasien haben mehr Schülerinnen und Schüler in der bisherigen Oberstufe naturwissenschaftlich-technische Fächer gewählt." Auch gebe es in den vergangenen Jahren eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Lehrerfortbildungen in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Die Ministerin betonte, dass mit der Schulreform weitere Weichen in diese Richtung gestellt worden seien:

  • In den Kontingentstundentafeln aller Schularten wurde der Anteil der Naturwissenschaften ausgebaut oder zumindest erhalten (bei Umstellung vom neun- auf das achtjährige Gymnasium).
  • Zusätzlich ist in allen Schularten die Möglichkeit vorgesehen, das Fach "Angewandte Informatik" in der Mittelstufe einzuführen.
  • In der Profiloberstufe des Gymnasiums ist Mathematik eines der drei Kernfächer. Damit wird Mathematik künftig für alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet.
  • Auch der naturwissenschaftliche Unterricht wurde mit der Profiloberstufe ausgebaut. Im naturwissenschaftlichen Profil müssen während der gesamten Oberstufe durchgehend drei Naturwissenschaften belegt werden. In den anderen Profilen zunächst drei, dann zwei.

Erdsiek-Rave: "Langfristig erwarte ich von den vielen Anstrengungen auch deutliche Effekte auf die Entscheidung für ein Lehramtstudium in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern."


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