Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave genehmigt sieben Gemeinschaftsschulen

Die ersten sieben Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein haben heute (1. Juni) das Startsignal erhalten. "Das ist der Beginn einer neuen Ära im schleswig-holsteinischen Bildungssystem", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave. Gemeinschaftsschulen seien Ausdruck eines entscheidenden Umdenkens im Schulwesen, so die Ministerin weiter.

04.06.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Das neue Schulgesetz hat die individuelle Förderung jeder einzelnen Schülerin, jedes einzelnen Schülers in den Mittelpunkt gestellt. Wir wollen erreichen, dass Kinder und Jugendlichen ihre Fähigkeiten besser ausschöpfen können, ohne früh auf einen Bildungsabschluss festgelegt zu werden. Zugleich gilt für die Schulträger, dass sie ein umfassendes Bildungsangebot an ihrem Standort auch in Zukunft vorhalten möchten."

Zum 1. August 2007 werden folgende Gemeinschaftsschulen mit insgesamt rund 750 Schülerinnen und Schülern die Arbeit aufnehmen:

  1. Fehmarn

  2. Flensburg

  3. Halstenbek

  4. Handewitt

  5. Nahe/Sülfeld im Amt Itzstedt

  6. Kellinghusen

  7. Schafflund

An allen sieben Standorten sind nach Angaben der Ministerin die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule gegeben. "Die Entscheidung ist in enger Abstimmung mit den Schulträgern und den Schulen gefallen", sagte sie. Im vergangenen Jahr sei intensiv an Konzepten für die jeweilige Schule gearbeitet worden. Die Schulen hätten sich dabei auch von externen Experten beraten lassen. "Mit der Genehmigung ist für diese Schulen nun der erste Schritt getan. Die Umsetzung in die Praxis der schulischen Arbeit erfordert jedoch auch in Zukunft noch erhebliche Anstrengungen", betonte Erdsiek-Rave. Sie sicherte den Schulen dabei weitere Unterstützung durch Fortbildungsangebote und Beratungen zu.

Mit dem neuen Schulgesetz, das der Landtag am 24. Januar 2007 verabschiedet hat, wurde in Schleswig-Holstein die Möglichkeit geschaffen, Gemeinschaftsschulen zum Beginn des Schuljahres 2007/08 einzurichten. Gemeinschaftsschulen entstehen auf Antrag des Schulträgers aus schon bestehenden Schulen, die ein gemeinsames pädagogisches Konzept für die neue Gemeinschaftsschule entwickelt haben müssen. Grundsätzlich ist die Gemeinschaftsschule eine offene Ganztagsschule.

Kerngedanke ist, die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des zehnten Jahrgangs möglichst lange gemeinsam lernen zu lassen. Jede Schule entscheidet im Rahmen ihres pädagogischen Konzeptes, ob und auf welche Weise sie den Unterricht gestaltet. Neben binnen differenzierendem Unterricht, bei dem unterschiedliche Leistungsniveaus und Begabungen durch individualisierte Unterrichtsmethoden angesprochen werden, sind auch nach Leistung differenzierte Lerngruppen möglich.

In der Gemeinschaftsschule können die Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss, den Mittleren Abschluss und auch den Übergang zur gymnasialen Oberstufe erreichen. Sie müssen sich dabei den selben Leistungsanforderungen stellen wie an allen anderen Schulen auch. An den Gemeinschaftsschulen unterrichten Lehrkräfte aller Schularten.


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