Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen erhalten ausreichend Lehrerpersonal

Die Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen in Schleswig-Holstein werden im kommenden Schuljahr 2008/09 wie angekündigt mit ausreichend Personal versorgt. "Die neuen Bildungsgänge, die von der 5. Klasse an aufwachsen, werden wie geplant ausgestattet", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (28. Mai) im schleswig-holsteinischen Landtag. Das bedeute auch, dass Regionalschulen bis zu vier und Gemeinschaftsschulen bis zu sechs Lehrerwochenstunden pro Klasse für Differenzierung im Unterricht erhielten. Für die auslaufenden Haupt- und Realschuljahrgänge orientiere sich die Ausstattung an den noch bestehenden Haupt- und Realschulen.

28.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Landesregierung strebe an den Schulen eine erfolgreiche Entwicklung mit neuen Strukturen, neuen Lernformen und hohen Qualitätsansprüchen an, so Erdsiek-Rave weiter. "Gerade wer in die neuen Schulen geht oder sich die Konzepte der Schulen anschaut, die jetzt an den Start gehen, wird staunen." Dort sei der Wandel zu einer veränderten Unterrichtskultur mit binnendifferenziertem Lernen, mit selbstständiger Arbeit der Schülerinnen und Schüler und mit Teamarbeit hoch engagierter Lehrkräfte deutlich zu beobachten. "Dabei unterstützen wir die Schulen mit gezielter Beratung und Begleitmaterialien, mit allen Bestandteilen unserer Fortbildungsoffensive - die sehr gut angenommen wird -, mit Schulentwicklungstagen und mit wissenschaftlicher Begleitung. Und wir unterstützen sie natürlich auch mit personellen Ressourcen:

  • mit zusätzlichen Stunden für Differenzierungsmaßnahmen,
  • mit Stunden für die Schulentwicklung,
  • mit der Möglichkeit, die Ressourcen im Rahmen der Kontingentstundentafel flexibler als bisher einzusetzen,
  • und langfristig durch das Bildungspaket bis zum Jahr 2020, das dafür sorgt, dass die allermeisten Lehrkräfte in den Gemeinschafts- und Regionalschulen ab 2010/11 spürbar entlastet werden."

Darüber hinaus engagierten sich viele Schulträger in hohem Maße auch finanziell, um die Schulen räumlich und mit zusätzlichem Personal gut auszustatten.

Die Ministerin betonte, dass auch die Schulen gefordert seien, ihre Ressourcen effizient einzusetzen. "Ganz entscheidend für die Unterrichtsversorgung ist die Klassenbildung. Mit Klassen von 25 Schülerinnen und Schülern - das ist auch im Vergleich zu anderen Ländern angemessen - lässt sich die angestrebte Versorgung gut erreichen." Bei deutlich kleineren Klassen verringerten sich auch die Spielräume für die Lehrerversorgung.

Erdsiek-Rave wies zudem darauf hin, dass besonders sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche weiterhin gezielt unterstützt werden können, zum Beispiel mit Programmen wie "Niemanden zurücklassen", dem Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt, Nawi-Aktiv oder auch der Einrichtung von Zentren für Deutsch als Zweitsprache.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden