Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: "Landesfachtag Deutsch setzt wichtige Impulse für die Unterrichtskultur"

"Lernen fördern - Leistung fordern im Deutschunterricht" ist der diesjährige Landesfachtag Deutsch überschrieben. 1200 Lehrerinnen und Lehrer suchen den Austausch untereinander, erhalten Impulse für ihre Unterrichtsentwicklung und Anregungen für den Deutschunterricht. "Der Landesfachtag ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Bereitschaft von Lehrkräften, die eigene Unterrichtskultur weiterzuentwickeln", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (19. April) in Kiel. Der Fachtag wird vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) veranstaltet und bietet neben Vorträgen und Autorenlesungen auch 50 Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen.

19.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin warb bei den Lehrkräften für die Reform des schleswig-holsteinischen Schulsystems." Wir wissen, dass den Schulen, den Kindern und Eltern viel Neues zugemutet wird. Deshalb ist diese Reform auch nicht als abrupter Kurswechsel, sondern als nachhaltiger Wandel angelegt." Die Schulen erhielten Unterstützung durch zusätzliche Stellen und Fortbildungsangebote. "Ich vertraue auf die Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer, diese Herausforderung produktiv anzunehmen und mit eigenen Ideen umzusetzen", so Ute Erdsiek-Rave. Ein wesentliches Ziel müsse es dabei sein, den Unterricht weiterzuentwickeln. Maßgabe sei dabei die individuelle Förderung. "Individuelle Förderung heißt, den Leistungsstand jedes Schülers und jeder Schülerin im Blick zu behalten. Der Lehrer ist dabei ein Lernberater. Er organisiert den Bildungsprozess im Team mit anderen, stimmt Inhalte und Methoden über Fächergrenzen ab. Das nützt leistungsstarken Schülerinnen und Schülern genauso wie schwächeren."

Die Arbeitsgruppen auf dem IQSH-Fachtag setzen entsprechende Schwerpunkte mit Themen wie individuelle Lernwege im Deutschunterricht, Entwicklung schulinterner Fachcurricula, differenziertes Arbeiten im Umgang mit Texten oder Leseförderung in heterogenen Lerngruppen. Ergänzt wird dies Angebot durch Vorträge von Prof. Dr. Juliane Köster (Friedrich-Schiller Universität Jena), Prof. Dr. Ursula Bredel (Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Köln) und Prof. Dr. Petra Hüttis-Graff (Universität Hamburg). Parallel laden die Illustratorin und Kinderbuchautorin Jutta Bauer, die Nachwuchsautorin Rabea Edel und die Märchenerzählerin und -forscherin Sigrid Früh zu Lesungen ein. Der IQSH-Fachtag ist mit seinen 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Veranstaltung dieser Art im deutschsprachigen Raum.


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