Bildungsministerium weist CDU-Behauptungen zur Benotung zurück: Reiß: Zurück zu den Tatsachen, Frau Dickes!
Als "bewusste Verdrehung" der von Bildungsministerin Ahnen heute im Landtag vorgetragenen Erläuterungen zur Leistungsbeurteilung in Grundschulen und weiterführenden Schulen hat Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß die in einer Pressemeldung geäußerte Kritik der CDU-Abgeordneten Bettina Dickes zurückgewiesen.
24.02.2011 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzIn der schon bekannten Art und Weise arbeite die CDU mit absolut unzulässigen Verkürzungen und Verfälschungen. "Tatsache ist, dass die Ministerin im Landtag sehr detailliert erklärt hat, wie und warum Grundschulen auch in der 3. Klassenstufe anstelle von Ziffernnoten ausführliche verbale Leistungsbeurteilungen abgeben können und in welchem Umfang davon Gebrauch gemacht wird", hielt Vera Reiß fest.
Auf die CDU-Frage, welche sachlichen Gründe einer Ausweitung der verbalen Leistungsbeurteilung auf die weiterführenden Schulen entgegenstünden, habe die Ministerin wörtlich erklärt: "In den Schulen der Sekundarstufe I sind Versetzungsentscheidungen, Einstufungs- und Umstufungsentscheidungen sowie Entscheidungen über schulische Berechtigungen zu treffen, für die Verbalbeurteilungen nicht geeignet sind. Die notwendige Trennschärfe, die bei diesen Maßnahmen auch im Falle gerichtlicher Überprüfungen notwendig ist, lässt sich nur durch Beurteilungen in Form von Ziffernnoten herstellen. Die Schülerinnen und Schüler der Realschulen plus und der Integrierten Gesamtschulen können trotz der grundsätzlichen Beurteilung in Form von Ziffernnoten von den Vorteilen der Verbalbeurteilungen profitieren: In den Klassenstufen 5 bis 8 der Integrierten Gesamtschulen müssen die Zeugnisnoten durch verbale Beurteilungen ergänzt werden, ab der Klassenstufe 9 der IGS sowie in der Realschule plus können solche ergänzenden verbalen Beurteilungen erfolgen. An allen Schularten der Sekundarstufe I erhalten die Schülerinnen und Schüler im Übrigen durch die Kompetenzorientierung des Unterrichts vielfältige zusätzliche Rückmeldungen."
"Wer daraus macht, die Ministerin sehe lediglich juristische Gründe, die der Abschaffung der Noten entgegenstünden, verdreht bewusst die Tatsachen. Leider habe dies bei der CDU mittlerweile Methode!", sagte Vera Reiß.
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