Bildungsministerium weist Kritik von Lehrerverbänden zurück
Eindeutig zurückgewiesen hat Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß den Vorwurf des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR), bei Einstellungen für den Schuldienst sei die Qualität der Lehrkräfte nachrangig. "Sowohl bei den Einstellungen auf Planstellen als auch beim Abschluss von befristeten Vertretungsverträgen spielt neben der fachlichen auch die pädagogische Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für die Schulaufsicht die zentrale Rolle", betonte Vera Reiß.
12.08.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzSie trat zudem dem Vorwurf mangelnder Nachwuchsförderung entgegen. Die Landesregierung habe zudem seit 1991 die Zahl der Ausbildungsplätze für Lehramtsanwärter nahezu verdreifacht, so die Staatssekretärin, die die Überschrift einer Meldung des Statistischen Landesamts vom 8. Juni zitierte: "Mehr Lehramtsanwärterinnen und -anwärter als je zuvor!"
Zu den Zweifeln der Lehrergewerkschaft "Verband Bildung und Erziehung (VBE)" am Gelingen der Schulstrukturreform erklärte Vera Reiß: "Die Landesregierung wird die Umsetzung der Schulstrukturreform auch weiterhin gezielt unterstützen und dafür sorgen, dass der Erfolg des Startjahres verstetigt wird! Alle Anzeichen sprechen zudem dafür, dass die Lehrerinnen und Lehrer in den neuen Realschulen plus und in den neuen Integrierten Gesamtschulen die Organisation des Neustarts mit hohem Engagement und erfolgreich vorantreiben." Zu den vom VBE genannten Zahlen über die Entwicklung der Schulstrukturreform hielt Vera Reiß fest: "Am Montag nehmen 162 Realschulen plus sowie 52 Integrierte Gesamtschulen, aber nur noch 18 Realschulen und 23 Hauptschulen neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler auf. Das sind die entscheidenden Zahlen, an denen sich der Erfolg der Schulstrukturreform messen lässt."
Keine Kommentare vorhanden