Bildungssenatorin Goetsch und Bildungsministerin Erdsiek-Rave besuchen Schülerforscher:"Meereswettbewerb motiviert zu wissenschaftlichem und sozialem Lernen".
Schaden exotische Quallen dem Ökosystem Ostsee? Gibt es deshalb einen Einbruch beim Fischfang oder geht die Zahl der heimischen Lebewesen zurück? Und welchen Einfluss hat die Klimaerwärmung auf die Einschleppung fremder Arten? Diesen Fragen gehen dieser Tage Nachwuchsforscher der Gesamtschule Kiel-Hassee nach. Als eines von sechs norddeutschen Schulteams dürfen sie ihren selbst entwickelten Forschungsauftrag während einer einwöchigen Fahrt auf dem Forschungsschiff "Aldebaran" erfüllen. Bei einem Zwischenstopp in Eckernförde besuchten heute (7. August) Hamburgs Senatorin für Schule und Berufsbildung Christa Goetsch und Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs "Forschen auf See".
07.08.2008 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)"Der Forschungswettbewerb motiviert die Jugendlichen enorm, eigene Fragen zu entwickeln und im Team gemeinsam daran zu arbeiten", sagte die Schirmherrin Christa Goetsch. "Das Besondere dieses Projekts ist die Gemeinschaft an Bord und die professionelle Begleitung, die zusammen das soziale und wissenschaftliche Lernen der Schülerinnen und Schüler fördert. Beides ist für naturwissenschaftliche Forschung wichtig."
"Dieser Wettbewerb ist eine wunderbare Ergänzung des Schulunterrichts, die ich gerade im Bereich Naturwissenschaften für sehr wichtig halte", sagte Erdsiek-Rave. "Hier wird Wissensvermittlung zum Abenteuer und Lernen macht einfach Spaß." Allein angesichts des Fachkräftemangels in diesem Bereich sei es wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Naturwissenschaften heranzuführen.
Bei ihrem Treffen in Eckernförde betonten Goetsch und Erdsiek-Rave die gute Zusammenarbeit beider Bundesländer gerade im Bildungsbereich. Diese solle künftig weitergeführt und ausgebaut werden. Als Beispiele nannten sie die gemeinsamen Aufgaben für die zentralen Abschlussprüfungen in Schulen oder die Kooperation im Zuge der landesweiten Vergleichsarbeiten (VERA). So seien die zentralen Abituraufgaben in den Fächern Mathematik und Englisch in diesem Jahr erstmals gemeinsam erarbeitet worden.
Der jährliche Wettbewerb "Forschen auf See", der vom Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften in Hamburg veranstaltet und vom Max-Planck-Institut für Meteorologie unterstützt wird, richtet sich zum vierten Mal an Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse aller Schulen in Norddeutschland. Er dient der Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Untersuchung der eingewanderten exotischen Rippenqualle, die einerseits den heimischen Fischen das Plankton als Grundnahrung weg frisst, andererseits als natürlicher Schadstofffilter das Wasser reinigt. Im Herbst wählt eine Jury den Sieger unter den sechs Schülerteams.
Weitere Informationen sind unter www.meereswettbewerb.de erhältlich.
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