Bildungssenatorin zur neuen Schulinspektion:
Heute geht die Schulinspektion in Hamburg offiziell an den Start. Bei der Auftaktveranstaltung in den Räumen der Schulinspektion Hamburg hat Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig den neuen Akteur in der Hamburger Schullandschaft vorgestellt.
05.02.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Ziel ist es, dass alle 403 staatlichen Schulen binnen vier Jahren Besuch von der Schulinspektion erhalten. Nach einem halben Jahr der Vorbereitung und Ausbildung der Teams sowie der Ausarbeitung der Methoden und Instrumente für die Erhebung der Daten an den Schulen, werden acht Inspektoren und Inspektorinnen im Februar die ersten Schulen besuchen.
Bis zum Jahresende 2006 hatten zunächst alle staatlichen Hamburger Schulen die Gelegenheit,sich für eine Teilnahme an der Runde der ersten 30 zu bewerben. "Die Resonanz mit über 70 Bewerbungen quer über alle Schulformen ist äußerst erfreulich und bestätigt das hohe Eigeninteresse der Schulen an einer externen Überprüfung ihrer Arbeit nach klar definierten Qualitätskriterien," so die Bildungssenatorin. Mit dem Ziel, eine repräsentative Auswahl an Schulen über Schulformen und Standorte zu erhalten, wurden aus diesen Bewerbungen 32 Schulen ausgelost, von denen die ersten bereits in diesem Monat von der Schulinspektion besucht werden. Eine Schulinspektion besteht aus einer Analyse von Daten und Dokumenten über die Schule und einem Schulbesuch vor Ort. Aus dieser Vielzahl an gesammelten Informationen entsteht dann ein Qualitätsurteil über die Schule. Auf der Basis des Orientierungsrahmens Schulqualität, der seit August 2006 für alle Schulen verpflichtend ist, werden sich die Schulinspektoren und Schulinspektorinnen die verschiedenen Qualitätsbereiche wie "Führung und Management", "Unterricht und Erziehung" und "Ergebnisse" (also auch Abschlussquoten und Vergleichsarbeiten)anschauen. Dabei werden neben den vorhandenen Daten, die über die Schule vorliegen, vor allem auch alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie die Schulleiterinnen und Schulleiter zu ihrer Einschätzung der Schule und des Unterrichts befragt. In den beruflichen Schulen werden zudem auch Ausbildungsbetriebe stichprobenartig zu ihrer Einschätzung der schulischen Arbeit befragt. Das Kernstück der Inspektion ist der Inspektionsbesuch vor Ort, wo an zwei bis drei Tagen durch eine große Anzahl an Unterrichtsbesuchen Einblick in die Unterrichtskultur der Schule genommen wird. Darüber hinaus sehen sich die Inspektorinnen und Inspektoren die Räumlichkeiten der Schule an und führen Gespräche mit der Schulleitung, den Lehrkräften aber auch Vertretern von Schülerinnen und Schülern und Eltern.
Die Ergebnisse der Inspektion werden den Schulen dann etwa drei Wochen nach dem Schulbesuch mündlich zurückgemeldet. Ein Bericht fasst die wesentlichen Ergebnisse noch einmal zusammen. Die Schulleitung stellt den an den Schulen Beteiligten die Ergebnisse zur Verfügung.
Mit den ersten 32 Schulen sollen die Methoden und Instrumente erprobt werden, für das laufende Jahr sind insgesamt 50 Inspektionen geplant. "Die Schulinspektion wird den Schulen einen Spiegel vorhalten, den sie dann nutzen können: Um ihre Stärken anderen interessierten Schulen zu vermitteln und ihre Schwächen mit Hilfe unserer Unterstützungssysteme anzugehen, etwa im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung", so Bildungssenatorin Dinges-Dierig.
Weitere Informationen über die Schulinspektion Hamburg finden sich im Internet unter http://www.schulinspektion.hamburg.de
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