Bildungsstandards auch für Geografie?
(bikl) Von einer „Zwei-Klassen-Struktur unter den Unterrichtsfächern“ spricht die Deutsche Gesellschaft für Geografie, weil Bildungsstandards bislang nur für bestimmte Schulfächer festgelegt wurden. Deswegen hat sie jetzt selbst Standards für das Fach Geografie vorgelegt.
03.05.2006 ArtikelUm die Qualität schulischer Bildung zu sichern, hat die Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2003 begonnen, bundesweit geltende Bildungsstandards festzulegen. Bildungsstandards beschreiben Kompetenzen, über die Schüler am Ende bestimmter Bildungsabschnitte verfügen sollen. Beschlossen wurden bisher die Bildungsstandards Deutsch, Mathematik und die erste Fremdsprache für verschiedene Schulabschlüsse sowie für die Fächer Biologie, Chemie und Physik für den Mittleren Schulabschluss. Vorerst sollen keine Standards für weitere Fächer entwickelt werden.
Die "DGfG-Bildungsstandards im Fach Geografie für den Mittleren Schulabschluss" wurden Ende März der KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave vorgelegt, mit der Bitte, sie als nationale KMK-Standards zu beschließen. Gleichzeitig wurden sie an die 16 Kultusminister der Länder verschickt.
Erarbeitet wurden die Standards von einer Expertengruppe des Hochschulverbandes für Geografie und ihre Didaktik (HGD) und Vertretern des Verbandes Deutscher Schulgeographen (VDSG). Beide Verbände sind unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Geografie (DGfG) organisiert. Mitgewirkt haben Geografielehrer, Fachdidaktiker und Fachwissenschaftler.
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Bildungsstandards Geografie (im .pdf-Format)
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