Berufsorientierung

BLV für verbindliche Kooperationen mit beruflichen Schulen

380.000 junge Menschen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg e.V. konstatiert im Hinblick auf die Studie „Ausbildungsperspektiven 2024“ der Bertelsmann Stiftung, dass mehr Fördermöglichkeiten für eine erfolgreiche Berufsausbildung notwendig sind.

13.06.2024 Baden-Württemberg Pressemeldung BLV Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg e.V. (Berufsschullehrerverband)
  • Zwei Frauen sitzen an einem Schreibtisch, eine weitere Frau erklärt etwas auf einem Papierblatt. © www.pexels.com

Die Ergebnisse der Bertelsmann Stiftung sind leider nichts Neues. Besonders fällt jedoch auf, dass nahezu jeder zweite junge Mensch mit hoher Schulbildung sich schlecht über berufliche Bildung informiert fühlt. Darum muss die berufliche Orientierung endlich fest für alle Schularten im Schulgesetz verankert werden. Genauso wichtig ist es, Jugendliche mit niedriger Schulbildung sowohl beim Übergang in eine Ausbildung als auch bei der Berufsausbildung mehr zu unterstützen. Angesichts einer Rekordzahl von 380.000 jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Baden-Württemberg und einem gleichzeitig riesigen Fachkräftemangel muss die Politik dieses grundlegende Problem endlich angehen.

„Wo bleibt die klare Zusicherung für die dafür dringend benötigten Ressourcen an den beruflichen Schulen? Ohne ausreichende Unterstützung droht die Rede von der individuellen Fördermöglichkeit für jeden Jugendlichen an den beruflichen Schulen zu einer bloßen Floskel zu werden“, befürchtet Thomas Speck.

Die berufliche Orientierung benötigt eine breit angelegte praktische Umsetzung mit Praktika und verbindlichen Kooperationen von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Die Bildungspläne sind so anzupassen, dass auch die erforderliche Zeit zur Verfügung steht und dass endlich mehr lebensweltbezogene Kompetenzen in allen Schulen Thema sind.

„Unsere Lehrkräfte sind Expertinnen und Experten, wenn es um berufliche Bildung geht, davon könnten alle viel mehr profitieren. Politik und Gesellschaft sind insgesamt gefordert den Wert der beruflichen Bildung viel mehr als bisher in den Vordergrund zu stellen. Duale Ausbildung und die höhere berufliche Bildung mit Techniker- und Meisterabschlüssen bieten mehr denn je beste Karrierechancen“, stellt der BLV-Vorsitzende abschließend fest.


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