BOS-Schüler erhalten auch künftig elternunabhängiges BAföG

Bayerns Kultus- und Wissenschaftsministerium haben es in Verhandlungen mit dem Bundesbildungsministerium erreicht, dass die in dem Gesetzesentwurf geplante Verschlechterung der BAföG-Regelung für Schüler der Berufsoberschule deutlich abgemildert wurde. Darüber informierte heute Ministerialrat Günter Liebl vom Bayerischen Kultusministerium den zuständigen Ausschuss im Bayerischen Landtag.

02.02.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Kompromiss stellt sicher: Auch künftig werden über 40 Prozent der BOS-Schüler in Bayern eine elternunabhängige Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten. Für die anderen Schüler besteht die Möglichkeit, eine Förderung abhängig vom Einkommen der Eltern zu bekommen.

Voraussetzung für das elternunabhängige BAföG wird bei Schülern künftig sein:

  • eine abgeschlossene mindestens dreijährige Berufsausbildung sowie eine einjährige Berufstätigkeit
  • oder eine vierjährige Berufstätigkeit, wenn kein Berufsabschluss vorliegt.

Bayerns Kultus- und Wissenschaftsministerium hatten sich nachdrücklich für den uneingeschränkten Erhalt der elternunabhängigen Förderung der Berufsoberschüler, Kollegiaten und Schüler des Abendgymnasiums eingesetzt, diese Vorlage war aber auf Bundesebene nicht mehrheitsfähig. Für das Kultusministerium ist mit dem erreichten Kompromiss sichergestellt, dass sich leistungswillige junge Frauen und Männer mit Berufsausbildung und -praxis auch künftig auf einer guten Förderpraxis für ein Hochschulstudium weiter qualifizieren können. Die beiden Ministerien werden das Anliegen aber weiter mit Nachdruck verfolgen.


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