bpv begrüßt Regierungserklärung von Kultusminister Schneider

"Ich teile die Einschätzung von Kultusminister Schneider, dass Bayern das stärkste Bildungsland Deutschlands ist und auch im internationalen Vergleich sehr gut dasteht", kommentierte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt die heutige Regierungserklärung von Kultusminister Schneider zustimmend. Richtig sei auch, dass es permanent weiterer Anstrengungen bedürfe, dass dies so bleibe.

03.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

"Sich zu fortgesetztem Aktionismus hinreißen zu lassen oder sich in zahllosen Reförmchen zu verzetteln, wäre aber der falsche Weg", warnte Schmidt. Die teilweise schon vor Jahren begonnenen großen Reformbaustellen im bayerischen Bildungswesen seien noch längst nicht zu Ende gebracht. Dies gelte für alle allgemeinbildenden Schularten.

Eine "bildungspolitische Kernaufgabe der kommenden Jahre" bestehe an den Gymnasium und den beruflichen Oberschulen im Abbau der zu großen Klassen und der Gewährleistung eines quantitativ wie qualitativ guten Unterrichtsangebotes für die Schülerinnen und Schüler. Dazu brauchten die Schulen aber genügend qualifizierte Lehrkräfte. Die sind aber am Gymnasium bis wenigstens 2011 weiterhin Mangelware und auch an den gleichfalls boomenden beruflichen Oberschulen nicht in Sicht. Erst mit dem Auslaufen des neunjährigen Gymnasiums bestehe bei entsprechendem politischen Willen die Möglichkeit zu einer spürbaren Verbesserung der angespannten Personalsituation. Bis dahin empfiehlt der bpv-Vorsitzende Schmidt, den Fokus wenigstens auf die 2009 beginnende neue Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums zu richten: "15 Schüler in den Seminar-, 20 in den Abitur- und 25 Schüler in allen anderen Fächern sind die Obergrenze dessen, was in der neuen Oberstufe machbar ist, wenn eine bessere Studien- und Berufsvorbereitung gelingen soll. 15 20 25 – Diese Telefonnummer sollte bayerischen Bildungspolitikern in den Ohren klingeln, wenn sie an die gymnasiale Oberstufe denken", forderte Schmidt abschließend.


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