Saarland

Breite Zustimmung für Zwei-Säulen-Modell

"In den vergangenen Monaten habe ich mit zahlreichen Interessenvertretungen einen breiten Informationsaustausch zur geplanten Einführung eines Zwei-Säulen-Modells im Bereich der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen geführt. Daran teilgenommen haben unter anderem Lehrer-, Schüler- und Elternvertretungen, Schulleitervereinigungen, der Saarländische Städte- und Gemeindetag, der Landkreistag Saarland, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Arbeitskammer, der Kinderschutzbund sowie die Elterninitiative Bildung. Ich bin erfreut, dass eine deutliche Mehrheit der Interessenvertretungen dem neuen Schulmodell tendenziell zustimmt", kommentierte der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler heute Nachmittag in Saarbrücken die erste Auswertung der ministeriellen Anhörung zum Zwei-Säulen-Modell.

11.11.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Und Kessler weiter: "Zahlreiche offene Fragen wurden in konstruktiver Atmosphäre diskutiert. Ich sehe große Chancen, dass wir mit dem achtjährigen Gymnasium und der neunjährigen Gemeinschaftsschule zwei Wege zum Abitur anbieten und somit eine qualitative und nachhaltige Verbesserung der saarländischen Bildungslandschaft erreichen können." Kessler sicherte den Interessenvertretungen zu, kritische Anregungen insbesondere zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsschule und zur Gleichwertigkeit der beiden Schulsäulen bei der konzeptionellen Umsetzung des neuen Schulmodells weitgehend zu berücksichtigen.

Laut Kessler sehen die meisten Interessenvertretungen in der Einführung des Zwei-Säulen-Modells eine gute Möglichkeit, im Rahmen einer Schulentwicklungsplanung auch kleineren Schulstandorten trotz zurückgehender Schülerzahlen eine Perspektive zu geben. "Mit der Errichtung der Gemeinschaftsschule kann es uns gelingen, landesweit ein wohnortnahes Bildungsangebot auf hohem Niveau anzubieten", hielt Kessler fest.

In der Oberstufenfrage sagte Kessler zu, dass an allen Gemeinschaftsschulen, an denen genügend Schülerinnen und Schüler für das Kurssystem der Oberstufe vorhanden sind, eigene Oberstufen gebildet werden können. Ansonsten könne man Oberstufenverbünde mit anderen Gemeinschaftsschulen, aber auch mit Gymnasien einrichten. "Dadurch entsteht für die Eltern eine echte Alternative zum achtjährigen Gymnasium", so Kessler.

Kessler kündigte an, dass alle Interessenvertretungen im Rahmen einer breiten ministeriellen Anhörung wieder eingebunden werden, wenn die Ausarbeitung einer endgültigen Schulverordnung zur Gemeinschaftsschule erfolgt.

Weiterführende Informationen zum Zwei-Säulen-Modell sind im Internet zu finden unter: www.gemeinsam-bilden.de


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