Brückenbauer gesucht und gefunden
Unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Doris Ahnen haben sich mehr als 200 Schülerinnen und Schüler am Nachwuchswettbewerb "Brücken verbinden 2007" der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz beteiligt. Dafür haben die Jugendlichen Brückenmodelle ausschließlich aus Streichhölzern, Kleber, Schnur und Stecknadeln gebaut. Mit diesem Schülerwettbewerb will die Ingenieurkammer gegen den akuten Ingenieurmangel angehen und Nachwuchs fördern.
16.11.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzIngenieure werden gesucht – gerade in Zeiten mit konjunkturellen Aufschwungstendenzen. Auf die guten Zukunftsaussichten von Ingenieurstudiengängen aufmerksam machen und schon bei Schülerinnen und Schülern für technische Berufe werben will die Ingenieurkammer mit ihrem Schülerwettbewerb "Brücken verbinden", dessen Sieger im Jahr 2007 jetzt feststehen.
Der Sieg in Rheinland-Pfalz geht an eine Gruppe aus der Jahrgangsstufe 13 des Technischen Gymnasiums in Neustadt, die den mit 250,- Euro dotierten 1. Preis in Empfang nehmen konnte. Den 2. Preis sichert sich ein ganz junges Team. Vier Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a des Gymnasiums auf dem Asterstein haben zusammen mit einer Schülerin und einem Schüler aus der 2. Klasse einer Grundschule mit viel Kreativität eine "Vier-Länder-Brücke" gestaltet. Den 3. Platz belegt eine Gruppe von fünf Schülerinnen und Schülern aus der BBS Technik in Idar-Oberstein. Der 4. Platz geht an die Brücke "Lahnbogen", die fünf Achtklässer der Realschule in Diez konstruiert haben. Platz 5 belegt ein Schüler der Realschule Ahrweiler mit seiner "Unkelbrücke", und auf Platz 6 kommen zwei Mädchen aus der Klasse 5a der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt mit einer filigranen Hängebrücke. Insgesamt wurden 58 Preise an die jungen Konstrukteurinnen und Konstrukteure vergeben.
"Das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Themen kann gar nicht früh genug geweckt und gefördert werden." stellte die Schirmherrin des Wettbewerbs in Rheinland-Pfalz, Bildungsministerin Doris Ahnen, fest. "Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass auch die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Brücken sehr erfolgreich waren." Sie fügte hinzu: "Und wenn man bedenkt, dass Frauen in Ingenieurberufen noch immer deutlich unterrepräsentiert sind, dann ist dieser Wettbewerb ein Schritt in die richtige Richtung. Jungen und Mädchen haben gleichermaßen preiswürdige Brückenmodelle entworfen und konstruiert."
Ingenieurkammerpräsident Dr.-Ing. Hubert Verheyen betonte: "Der Wettbewerb der Ingenieurkammer ist ein Angebot, um den Unterricht im technischen Bereich zu ergänzen." Über 200 Schülerinnen und Schüler haben diese Gelegenheit genutzt und aus Streichhölzern, Kleber, Schnur und Stecknadeln Brücken gebaut. Dabei galt es statische Anforderungen zu erfüllen. Die Brücken sollten ein 60 cm breites "Tal" überspannen und an jeder Stelle der Fahrbahn mindestens 1 kg tragen können.
In einer Feierstunde am Freitag zeichnete die Ingenieurkammer gemeinsam mit Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß und dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel die erfolgreichsten Teams aus.
Die hier ausgezeichneten 6 besten Teams aus Rheinland-Pfalz nehmen zusammen mit den Besten aus Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland an der länderübergreifenden Ermittlung des Gesamtsiegers teil. Der Nachwuchswettbewerb der Kammer ist in Rheinland-Pfalz mit 2.500 Euro, insgesamt mit mehr als 10.000 Euro dotiert.
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