Bye-bye Schleswig-Holstein – Wir wandern aus!
So haben sich viele junge Lehrerinnen und Lehrer in Schleswig-Holstein ihre Zukunft nicht vorgestellt: Langes Studium, hartes Referendariat und dann Arbeitslosigkeit oder schlecht bezahlte Aushilfsjobs. Unter dem Motto "Bye-bye Schleswig-Holstein! Uns reicht ´s! Wir wandern aus!" protestierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) deshalb am Donnerstag, 10.7.08 vor dem Kieler Hauptbahnhof. Rund 40 junge Lehrerinnen und Lehrer sangen mit Koffern und Rucksäcken bepackt Abschiedslieder mit neuen Texten.
10.07.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein"Es ist absurd, dass Schleswig-Holstein gut ausgebildete junge Lehrkräfte in andere Bundesländer ziehen lässt, obwohl wir sie in Schleswig-Holstein dringend brauchen. Diese Politik der Landesregierung ist fahrlässig und kurzsichtig. Nächstes Jahr jammern die Politiker dann über den Lehrermangel", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn. Die GEW fordere daher die Landesregierung auf, die 150 beschlossenen neuen Stellen mit einem Nachtragshaushalt schon nach den Sommerferien einzurichten.
Viele der rund 560 Lehrkräfte, die jetzt in Schleswig-Holstein ihre Ausbildung beenden, sowie die ca. 860 Lehrerinnen und Lehrer, die das Land gerade als Aushilfskräfte beschäftigt, sehen nach den Sommerferien schlechten Einstellungschancen entgegen, ebenso die mehreren hundert Altbewerber. An Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen stellt sich die Lage gar katastrophal dar. Nur die Allerwenigsten dürfen auf eine Einstellung als Beamter oder Beamtin hoffen.
In anderen Bundesländern wie zum Beispiel Hessen und Niedersachsen haben junge Lehrerinnen und Lehrer im Augenblick wesentlich bessere Einstellungschancen. Dort winken ihnen gut dotierte Beamtenstellen.
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