CDU auf bildungspolitischen Irrwegen

Die jüngsten Äußerungen der CDU zum Thema Schulinspektion in der Berliner Morgenpost zeigen einen erheblichen Qualifizierungsbedarf innerhalb der CDU in Sachen Bildung auf.

16.11.2007 Berlin Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

Vor zwei Jahren hat der Schulsenator für alle Berliner Schulen die Schulinspektion installiert, um den Schulen Mängel in ihrem schulischen und unterrichtlichen Handeln zurückzumelden. Jetzt fällt auch der CDU auf, dass unsere Schulen Verbesserungsbedarf haben und fordert, dass anschließend den Schulen ein Beratungsangebot gemacht wird. Das gibt es schon - es müsste nur personell verstärkt werden. Einen entsprechenden Antrag zur Erhöhung dieser Haushaltsmittel beim Schulsenator hat die CDU bisher nicht gestellt.

Die CDU ist hier offenbar noch nicht im Jahr 2007 angekommen. Das sieht man auch daran, dass sie sich heute mit der Auswertung der ersten 45 Berichte aus dem Jahr 2005 beschäftigt. Inzwischen sind von der Schulinspektion jedoch 300 Schulen besucht worden. Stattdessen unterstellt die CDU offensichtlich unberechtigt und ohne jeden Beleg, dass die heutigen Schulinspektoren unqualifiziert seien. Sie haben deutliche Mängel in den besuchten Schulen festgestellt. Darüber scheint die CDU überrascht zu sein, obwohl doch alle bekannten Vergleiche das Land Berlin immer wieder auf den hinteren Plätzen einstufen.

Vermutlich weiß die CDU auch nicht, dass unter diesen Schulinspektoren neben einigen Personen aus der Wirtschaft ca. 80 Eltern ehrenamtlich sehr engagiert und - wie von allen Seiten bescheinigt wird - sachkundig in der Schulinspektion regelmäßig mitwirken. Wenn die CDU nun ohne jeden Beleg gegenüber den Inspektoren den Vorwurf der mangelnden Objektivität und Wissenschaftlichkeit erhebt, empfindet der Landeselternausschuss dies als gewollte Herabsetzung der Beteiligten, die schon an Niederträchtigkeit grenzt.


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