Das Islambild im Schulbuch

Für die heute rund 12,5 Millionen Schülerinnen und Schüler sind Schulbücher ein Medium, das sie für die nächsten Jahre prägen wird. Lehrwerke beeinflussen künftige Weltbilder von Kindern und Jugendlichen. Sie sind ein wichtiges Instrument, um junge Menschen zu Offenheit und Toleranz zu erziehen.

07.10.2004 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Islam - eine unbekannte Religion?

Dem Thema Islam begegnen Kinder auf verschiedenen Wegen. Sei es über muslimische Mitschüler, Medienberichte über islamistische Extremisten und Erwachsene, die oftmals mit pauschalen Urteilen über Muslime schnell bei der Hand sind. Gerade unter Erwachsenen zeigt sich immer wieder, dass der Islam in Deutschland eine Religion ist, über die man wenig weiß - und das bei rund 3,2 Millionen muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Schule und Schulbuch haben hier die Aufgabe und Chance, pädagogische Begleitung anzubieten, indem sie sachgerecht und differenziert über den Islam informieren. Der Cornelsen Verlag fördert mit seinen Schulbüchern und Materialien zum Thema "Islam" kritische Fragehaltungen, statt auf vorgegebene Antworten zu setzen. Gerade Schülerinnen und Schüler brauchen viel Zeit, um zu Urteilen zu kommen, die mit Bedacht und Überlegung gefunden wurden.

Schulbücher fördern Toleranz und Offenheit

Die Religion des Islam ist in den schulischen Lehrplänen in Deutschland fest verankert. Sie wird im Geschichts-, Religions- und Ethikunterricht gleichwertig mit den anderen großen Weltreligionen behandelt. Ein wichtiges Anliegen heutiger Schulbücher ist, die Begegnung und Auseinandersetzung mit der islamischen Kultur und ihren historischen Leistungen zu fördern. Beispielsweise erfahren Schüler, dass der Islam bereits seit Jahrhunderten in Europa präsent ist. Nicht zuletzt fließen in die Darstellung von Gottesbild und Glaubenspraxis von Muslimen auch authentische Sichtweisen ein. Eine sorgfältige Auswahl an Texten, Abbildungen und Aufgabenstellungen unterstützt die Lehrkräfte.

Wie umgehen mit Fundamentalismus?

Aber auch Themen wie "Missbrauchte Religion", Frauenunterdrückung und Judenhass kommen zur Sprache, denn Schulbücher müssen mit der Realität des 21. Jahrhunderts verknüpft sein. Fundamentalismus darf im Unterricht schon deshalb nicht übergangen werden, um der Gleichsetzung von Islam und Islamismus entgegenzutreten. Schülerinnen und Schüler lernen die Chancen und Risiken muslimischer Menschenrechtsbegründungen kennen - und erarbeiten, wie buchstäblich zeitbedingte Aussagen des Islam in gefährlicher Weise von fundamentalistischen Gruppen missbraucht werden. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Fanatismus in unterschiedlichen Schattierungen auch in christlichen bzw. jüdischen Gruppen zu Hause ist - sich nicht zuletzt im Terror säkularer links- und rechtsradikaler Organisationen entlädt.

Mit welchen Materialien können Lehrkräfte arbeiten?

Das Spektrum der Titel zum Islam ist vielfältig. Beispielsweise bietet der Cornelsen Verlag ein Lehrer-Kursbuch Islam, das Lehrkräften Grundwissen zum Islam und praxisorientierte Hilfen und Anregungen für den Schulalltag vermittelt. Das brisante Thema Fundamentalismus lässt sich sehr gut im Projektunterricht behandeln. Im Projektheft Wahnsinnig gläubig? Fundamentalismus und Extremismus sind Menschenwürde und Menschenrechte Schlüsselkriterien für die Bewertung vielfältiger extremistischer Bewegungen. Die historische Dimension des Islam sowie die gemeinsame Geschichte des islamischen, jüdischen und christlichen Kulturkreises können in der Oberstufe mit dem Kursheft Die islamische Welt und Europa erarbeitet werden. Für alle, die sich auch außerhalb des Unterrichts mit dem Islam beschäftigen wollen, gibt es in der Reihe Pocket Thema den Band Islam mit Informationen zur Geschichte und heutiger Glaubenspraxis.

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-563
Fax: +49 30 897 85-97-563
E-Mail: Irina.Groh@cornelsen.de
Web: www.cornelsen.de/presse


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