Philologen NRW

Der nächste Wortbruch!

Nach den angekündigten Minus-Runden für Lehrkräfte an Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs sowie für alle Schulleiterinnen und Schulleiter verabschiedet sich die Landesregierung nun von ihrer Zusage, den Bildungsbereich von Einsparungen auszunehmen. Die bisherigen flexiblen Vertretungsmittel gegen Unterrichtsausfall werden um 25 Mio. Euro, d. h. um die Hälfte zusammengestrichen. Umgerechnet umfasst diese Kürzung ca. 14.000 wöchentliche Unterrichtsstunden. Jährlich sind ca. 550.000 Unterrichtsstunden betroffen.

17.04.2013 Pressemeldung Philologen-Verband NRW

"Diese Sparmaßnahmen bedeuten für die Schulen extreme Mehrbelastungen. Leidtragende sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler. Unterrichtsausfall ist vorprogrammiert. Den Lehrkräften werden weitere zusätzliche Belastungen aufgebürdet. Zugleich nimmt man fertig ausgebildeten Referendaren Beschäftigungsmöglichkeiten weg. Die jungen Kolleginnen und Kollegen besitzen 2013 ohnehin wegen des Doppelabiturjahrgangs sowie zwei zeitgleich auslaufenden Ausbildungsgängen deutlich geringere Einstellungschancen. Skandalös, dass sie jetzt in Hartz IV entlassen werden!

Die vorenthaltende Anerkennung der Arbeitsleistung für die Beschäftigten, die drastischen Kürzungen der Mittel, um Unterrichtsausfälle zu kompensieren sowie die besorgniserregende Studiensituation für die Abiturienten bündeln sich zu einer dramatischen schulpolitischen Krise", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes. "Selten war der Glaubwürdigkeitsverlust so krass, selten die Stimmung an den Schulen so schlecht, selten das Gespür der Verantwortlichen für die Folgen ihres Handelns so unterentwickelt!"

Ansprechpartner

Philologen-Verband NRW

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