Deutscher Lehrerpreis 2016: Cornelsen-Sonderpreis für das Projekt „Energetische 8samkeit“ des Gymnasiums Kirchheim

In Berlin fand die festliche Preisverleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ 2016“ statt. Bereits zum achten Mal wurden herausragende Unterrichtsprojekte und besonderes pädagogisches Engagement ausgezeichnet.

27.09.2016 Bundesweit Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH
  • © Cornelsen Verlag GmbH Die Preisträger vom Gymnasium Kirchheim mit Mark van Mierle (Cornelsen, rechts).

Zu den Preisträgern gehörten auch Pädagoginnen und Pädagogen des Gymnasiums Kirchheim in Bayern: Ein ganzes Schuljahr lang widmeten sie sich mit ihren achten Klassen den Herausforderungen der Energiewende. Für dieses außerordentliche Projekt erhielten sie den von Cornelsen gestifteten Sonderpreis in der Wettbewerbskategorie „Lehrer: Unterricht innovativ“.

Das Leitthema der Achtklässler des Gymnasiums Kirchheim lautete „Energetische 8samkeit“. Unter der Führung ihres Pädagogenteams – bestehend aus Projektleiterin Susanne Strehlow, Volker Bas, Franz Huber, Christian Link, Angelika Matzke, Rosalinde Nürnberger, Torsten Oehl und Tina Wefers – beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ganz konkreten, anwendungsorientierten Fragestellungen zur energetischen Zukunft. Dabei lernten sie unter anderem, dass gute, nachhaltige Lösungen immer auch mit politischen und wirtschaftlichen Aspekten verknüpft sind. Das Besondere an diesem Projekt: Um das Unterrichtsvorhaben umzusetzen, wurden die Lehrplaninhalte der Fächer Chemie und Physik synchronisiert und zeitlich neu strukturiert. Auf diese Weise gelang es, zukunftsrelevante und lebensnahe Fragestellungen aus dem naturwissenschaftlich-technologischen Bereich in den Fokus zu stellen. Dazu wurde mit dem Konzept der Lernumgebungen gearbeitet, das den Schülerinnen und Schülern die Verantwortung für das Erreichen ihrer Ziele übertrug. Auf einer Lernlandkarte (Advance Organizer) entstanden verschiedene Umfelder – aus vorstrukturierten Experimenten, aus freiem Experimentiermaterial, aus Text-, Film- und Internetquellen, aus Aufgaben und Lösungshinweisen und aus Menschen des eigenen sozialen Umfelds. Für die Jugendlichen bedeutete das: Jeder konnte selbstorganisiert, in seinem eigenen Tempo und zum Teil differenziert nach Schwierigkeitsgraden an seinem Thema arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler folgten nicht stur den Vorgaben, sondern entwickelten mithilfe der Lernumgebungen individuelle Lösungsstrategien. Motivationssteigernd wirkte sich dabei aus, dass sie die Experimente allein und eigenverantwortlich durchführen durften. In einem Lerntagebuch und in Lernkontrollbögen dokumentierten sie ihre Ergebnisse und Erfahrungen. 

Im Bewertungsgutachten hieß es: „Dieser hervorragend geplante Unterricht zeichnet sich durch seine Methodenvielfalt, die vielseitige Schüleraktivierung und seine gute Übertragbarkeit aus.“ Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, betonte in seiner Laudatio die hohe Bedeutung von Teamarbeit in den ausgezeichneten Projekten: „Einerseits müssen in den einzelnen Fächern die Wissensgrundlagen gelegt werden, andererseits sollen die Schülerinnen und Schüler anschließend auch erfahren, dass man heutzutage Herausforderungen und Probleme nur meistern kann, wenn man möglichst viele Aspekte einbezieht. Vernetztes Denken und Handeln üben – dafür eignen sich an der Schule vor allem von Lehrerteams durchgeführte, fachübergreifende Projekte.“ Insgesamt 16 Lehrerinnen und Lehrer sowie sechs Pädagogenteams aus zehn Bundesländern wurden in Berlin mit dem „Deutschen Lehrerpreis“ geehrt. Rund 4.500 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte hatten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb beteiligt, der seit 2009 jährlich von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird.

Die Initiatoren des Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wollen mit der Auszeichnung die positiven Leistungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. 

Der hochrangig besetzten Jury gehören an: Brunhild Kurth, Sächsische Staatsministerin für Kultus; Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz; Mark van Mierle, Vorsitzender der Geschäftsführung des Cornelsen Verlags; Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Direktor des IPN, Universität Kiel; Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal; Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT; Donata Vogtschmidt, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesvorstand der Landesschülervertretung Thüringen; Ludwig Baum, Stadtschülersprecher der StadtschülerInnenvertretung München.

Darüber hinaus vertreten Prof. Susanne Porsche, Mitglied des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland, Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, und Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, die Initiatoren des Wettbewerbs.

Ab sofort ist die Anmeldung für die Wettbewerbsrunde 2017 möglich:

lehrerpreis.de

das-leisten-lehrer.de

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Nico Enger
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mecklenburgische Straße 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-591
Fax: +49 30 897 85-97-591
E-Mail: nico.enger@cornelsen.de
Web: www.cornelsen.de


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