Die Bremer Jugend forscht Landessieger 2007 stehen fest
Zehn Jugendliche aus Bremen haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern Nachmittag in Anwesenheit von Bildungssenator Willi Lemke in einer Feierstunde bei der Astrium Space Transportation ausgezeichnet. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden ihre Projekte beim Finale Ende Mai in Hamburg präsentieren. Insgesamt waren in diesem Jahr 126 Schülerinnen und Schüler mit 67 Forschungsarbeiten angetreten.
09.03.2007 Bremen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Gleich zwei Landessiege errang Silke Schröder vom Alten Gymnasium in Bremen – eine herausragende Leistung. Der 18-Jährigen liegt das Wohl von Patienten in Krankenhäusern am Herzen. Mit ihrer Mitschülerin Laura Imhülse (18) entwickelte sie ein neues Screening-Verfahren, das es dem Klinikpersonal ermöglicht, die Kombinierbarkeit von intravenös verabreichten Medikamenten kurzfristig zu prüfen. So können Unverträglichkeitsreaktionen bei Patienten vermieden werden. Die Jury zeichnete die Arbeit mit dem ersten Preis im Fach Chemie aus. Darüber hinaus präsentierte Silke Schröder im Fachgebiet Arbeitswelt ein System zur Verwaltung von Patientendaten. Auf einer Magnetkarte werden die Informationen etwa zu Infusionen individuell gespeichert. Diese technische Neuerung spart Zeit, senkt die Personalkosten und verhalf der Jungforscherin zum zweiten Landessieg.
Im Fachgebiet Biologie gab es in diesem Jahr zwei siegreiche Projekte: Andreas Lueken (18) und Christoffer Rumohr (18) von der Freien evangelischen Bekenntnisschule haben Gammelfleisch den Kampf angesagt. Mit einem selbst entwickelten Schnelltest können sie bei gefrorenem Fleisch nachträglich eine mögliche Unterbrechung der Kühlkette nachweisen. Ebenfalls in Biologie erfolgreich waren Stephanie Klett (18) und Anastasia Eilers (19). In ihrer breit angelegten Untersuchung mit 400 Testpersonen analysierten die Schülerinnen des Lloyd Gymnasiums in Bremerhaven die Effektivität verschiedener Methoden Vokabeln zu lernen.
Matthias Lienert (19) vom Kippenberg Gymnasium überzeugte im Fachgebiet Mathematik/Informatik: In seiner Arbeit übertrug er das Konzept komplexer Netzwerke erstmals auf das Schachspiel. Den ersten Preis in Technik gewann Dennis Bredemeier vom Hermann-Böse-Gymnasium. Dem 16-Jährigen gelang es, den Tastenanschlag und damit das Spielgefühl mechanischer Klaviere auf einem elektronischen Instrument zu simulieren. Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Jonas Reinke (17). In seinem Bionikprojekt versuchte er, die besondere Beschaffenheit der Schalen fossiler Ammoniten für den Schiffs- und Flugzeugbau nutzbar zu machen.
Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Er wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.
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