Realschullehrer

Die CDU bewegt sich – aber noch nicht genug

Es ist erfreulich – und wichtig –, dass sich die CDU nach monatelangem Stillstand wieder in der bildungspolitischen Diskussion zurückmeldet. "Mit dem am Samstag vorgestellten differenzierten Zweisäulenmodell hat die CDU einen ersten Schritt in die schulpolitische Zukunft gemacht. Dieser Schritt allein reicht aber nicht – weitere müssen folgen", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.

20.12.2010 Pressemeldung lehrer nrw

Positiv sind aus Sicht von lehrer nrw folgende Aspekte:

  • Die Stärkung der Verbundschule und die damit verbundene Umbenennung in "Aufbaurealschule". In diesem Punkt folgt die CDU einem von lehrer nrw im Frühjahr 2010 vorgestellten Konzept.
  • Der "Masterplan kleine Klassen" ist ein Signal für eine bessere individuelle Förderung und für die Sicherung kleiner Schulstandorte.
  • Das frühere gemeinsame Lernen durch ein verpflichtendes Vorschuljahr.
  • Die klare Absage an Einheitsschulsysteme.

Die CDU muss das heute in Grundzügen vorgestellte Konzept nun mit Leben füllen.

"Es ist nicht genug, Schulformen umzubenennen und ansonsten ein paar Stellschrauben zu drehen", betont Balbach. "Die rot-grüne Gemeinschaftsschule ist darauf ausgelegt, mittelfristig Hauptschulen, Realschulen und vielleicht sogar Gymnasien zu verdrängen. Darauf muss die CDU auch inhaltlich eine Antwort finden. Wir vermissen das klare Bekenntnis zur Bildungsqualität, zur Differenzierung und zur Bedeutung der Bildungsgänge. Aber das kann ja noch kommen."

Über "lehrer nrw":

"lehrer nrw" ist aus dem traditionsreichen Realschullehrerverband NRW hervorgegangen. lehrer nrw vertritt die Interessen der Lehrkräfte im Sekundarbereich, insbesondere an den über 550 Realschulen und den rund 670 Hauptschulen in NRW. Unter dem Dach des Deutschen Beamtenbundes (DBB) tritt lehrer nrw für ein vielgliedriges Schulsystem in öffentlicher und privater Trägerschaft ein.

Ansprechpartner

lehrer nrw

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