Die GEW begrüßt flexible Rückgabe der Vorgriffstunde

"Die GEW begrüßt ausdrücklich, dass sich das Kultusministerium dazu entschlossen hat, den Lehrkräften weitgehend die Entscheidung zu überlassen, wann und wie sie die bereits abgeleisteten Vorgriffstunden zurückerstattet bekommen", erklärte am Freitag (14.09) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

14.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Vorgriffstundenmodell geht auf eine Initiative der Bildungsgewerkschaft GEW aus dem Jahr 1997 zurück.

Die GEW hatte seinerzeit die "Initiative für einen Beschäftigungsvertrag" ergriffen und das Vorgriffstundenmodell in die Diskussion eingebracht. Ziel war es, einerseits ein Beitrag zur Sicherung der Unterrichtsversorgung zu leisten, andererseits den Lehrerinnen und Lehrer aber auch die Möglichkeit zu geben, die Vorgriffstunde nicht zu leisten und im Gegenzug auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Auf diese Art und Weise konnten in den 90er Jahren rund tausend junge Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich eingestellt werden. Das Vorgriffstundenmodell war in der Lehrerschaft allerdings heftig umstritten, weil viele Lehrkräfte bezweifelten, ob die Landesregierung sich an ihre Abmachung halten würde. GEW-Landeschef Rainer Dahlem: "Wir haben dafür gesorgt, dass das Vorgriffstundenmodell in Baden-Württemberg juristisch so abgesichert wurde, dass die Landesregierung faktisch keine Zugriffsmöglichkeit hatte."

Das Vorgriffstundenmodell, so die GEW, sei ein Beispiel dafür, wie Kultusministerium und Gewerkschaften auch in schwierigen Zeiten vernünftige und zukunftsorientierte Lösungen im Interesse der Lehrkräfte, aber auch der Schülerinnen und Schüler realisieren könnten.

Infos im Internet www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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