Die Jugend forscht Landessieger aus Baden-Württemberg stehen fest
17 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in Anwesenheit von Kultusminister Helmut Rau in einer Feierstunde im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgezeichnet. Insgesamt waren 131 Schüler mit 58 Forschungsarbeiten beim Landeswettbewerb angetreten, der zum 22. Mal von der Robert Bosch GmbH ausgerichtet wurde.
16.03.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Umweltthemen bildeten den Schwerpunkt bei den Siegerprojekten: Dominik Bloos (19) und Thomas Herzog (19) vom Otto-Hahn-Gymnasium Nellingen präsentierten eine Arbeit über pflanzliche Öle als umweltfreundliche Alternative für den Rohstoff Erdöl. Damit gewannen die beiden 19-Jährigen den ersten Preis im Fach Chemie. Mit der alternativen Energiegewinnung befassten sich auch die Sieger im Fachgebiet Technik. Stefan Haag (20), Jakob Sum (20) und Sonja Klingler (19) vom Gymnasium Spaichingen entwickelten eine Sturmsicherung für Windkraftanlagen, die gleichzeitig deren optimale Auslastung bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten sicherstellt.
Die Landessieger im Fach Biologie, Samuel Fink und Andrés Kroker vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten, untersuchten den Zusammenhang zwischen Schwerkraft und dem Wachstum von Pflanzen. Dabei setzten die 17-Jährigen die Pflanzen in einer Zentrifuge dem Vielfachen der normalen Erdanziehungskraft aus. Im Fachgebiet Arbeitswelt waren Johannes Lamparter und Manuel Richt von der Robert Bosch GmbH in Waiblingen erfolgreich. Die 18-Jährigen präsentierten die Neuentwicklung eines Keils zum Holzspalten, dessen Einsatz eine höhere Arbeitsproduktivität ermöglicht.
Mit der Frage, warum das Universum unendlich sein muss, befasste sich Adrian Gudra (15) vom Friedrich-Wöhler-Gymnasium in Singen. Er überzeugte die Jury im Fach Geo- und Raumwissenschaften. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik siegten Dominik Wrazidlo (18) und Manuel Plate (18) vom Ottheinrich-Gymnasium mit einer Analyse mathematischer Folgen.
Florian Ostermaier (18) vom Gymnasium Wilhelmsdorf und Henrike Wilms (19) vom Montafongymnasium in Tettnang waren im Fach Physik erfolgreich. Mit Hilfe fotografischer Methoden untersuchten sie die Schwingungen von Regentropfen im freien Fall. Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Jürgen Stadelmaier (19) und Ralph Strobel (21) von der Robert Bosch GmbH in Waiblingen sowie Matthias Müller (22) von der Max-Eyth-Schule in Stuttgart. Sie überzeugten mit einem selbst konstruierten Flugsimulator, der ein fast reales Fluggefühl vermittelt.
Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.
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