Die Jugend forscht Landessieger aus Nordrhein-Westfalen stehen fest
13 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in einer Feierstunde durch die nordrhein-westfälische Ministerin für Schule und Weiterbildung Barbara Sommer in Leverkusen ausgezeichnet. Die Jugendlichen werden ihre prämierten Projekte beim Jugend forscht Finale Ende Mai in Hamburg präsentieren. Insgesamt waren 92 Schülerinnen und Schüler mit 46 Forschungsarbeiten beim diesjährigen Landeswettbewerb angetreten, der von der Bayer Industry Services GmbH & Co. OHG ausgerichtet wurde.
22.03.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Mit einem drehbaren Rollsitz für Ruderboote haben Christoph Koebe und Henri Möllers vom Gymnasium St. Mauritz in Münster den Landessieg im Fach Arbeitswelt errungen. Die Entwicklung der beiden 18-Jährigen steigert nicht nur die Effizienz der Ruderbewegung, sondern reduziert auch die Ursachen körperlicher Beschwerden etwa durch die Entlastung der Wirbelsäule. Im Fachgebiet Chemie befassten sich Fabian Winckler (18), Fabian Schreiber (18) und Sebastian Igelmann (18) mit einem innovativen Wärmeschutz für Häuser. Die Schüler des Gymnasiums Wolbeck in Münster wiesen nach, dass sich mikroverkapseltes Paraffin sehr gut zur Wärmedämmung eignet. Die Jury sprach ihnen dafür den Landessieg zu.
Der 15-jährige Marvin Fehrenbacher vom Gymnasium Jüchen ging der Frage nach, ob unsere steinzeitlichen Vorfahren ihre Speere ausschließlich im Feuer härteten. In seinem siegreichen Projekt in Geo- und Raumwissenschaften zeigte er, dass sich die Härte verschiedener Holzarten nicht nur durch Feuer, sondern auch durch Trocknen des Materials erhöhen lässt. Den ersten Preis in Mathematik/Informatik errangen Manuel Inselmann (20) und Jan Voelzke (19) vom Städtischen Gymnasium in Porta Westfalica mit einer Arbeit über das sogenannte Assoziativgesetz in der Mathematik. Im Fach Technik war Matthias Kampa (17) vom Gymnasium Koblenzer Straße in Düsseldorf mit einem selbst gebauten Plasmaschweißgerät erfolgreich.
Im Fachgebiet Physik gab es gleich zwei siegreiche Projekte: Rahel Vortmeyer (19) vom Gymnasium St. Mauritz in Münster beschäftigte sich mit den besonderen Strukturen der Wellen, die beim Auftreffen von Tropfen auf einer Wasseroberfläche entstehen. Per Videoanalyse untersuchte sie, inwieweit die Wellenausbreitung von der Oberflächenspannung, der Wassertiefe oder der Fallhöhe abhängig ist. Ebenfalls erfolgreich waren Max Gilljohann (20), Karoline Selbach (19) und Anna Lena Müller (18) vom Leverkusener Landrat-Lucas-Gymnasium mit ihrem selbst konstruierten Rasterkraftmikroskop zur Erstellung von Oberflächentopographien.
Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.
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