Die Jugend forscht Landesssieger 2007 aus Thüringen stehen fest

17 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Thüringen haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in einer Feierstunde von Ministerpräsident Dieter Althaus in Jena ausgezeichnet. Die Jugendlichen werden ihre prämierten Projekte beim Jugend forscht Finale Ende Mai in Hamburg präsentieren. Insgesamt waren 73 Schüler mit 33 Forschungsarbeiten beim Landeswettbewerb angetreten, der von der Jenoptik AG ausgerichtet wurde.

16.03.2007 Thüringen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Kippt das Klima in Ostthüringen?, fragte sich Alexander Jörk vom Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium in Gera im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Der 18-Jährige wertete eine Vielzahl meteorologischer Messdaten aus und konnte so in seiner Siegerarbeit nachweisen, dass sich das Klima in seiner Heimatregion bis 2050 spürbar verändern wird. Den ersten Preis in Physik errangen Jenny Beleites, Walter Müller und Eckhard Strobel. Die 18-jährigen Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erfurt präsentierten ein preisgünstiges Demonstrationsexperiment zur Messung der Lichtgeschwindigkeit, das sich vor allem für den Einsatz in der Schule eignet.

Lars Schymik (18) und Benjamin Müller (18) vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena überzeugten im Fachgebiet Arbeitswelt mit ihrer elektronischen Überweisungshilfe für Ärzte und Krankenhäuser. Der Informationsaustausch per Internet verringert den administrativen Aufwand und eröffnet so mehr Zeit für die Patientenbehandlung. Nach den optimalen Bedingungen beim Backen von Roggenbrot suchten Patricia Kolbe (18) und Matthias Gliem (18) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt. In ihrer preisgekrönten Chemiearbeit analysierten sie die chemischen Prozesse beim Bräunungsvorgang.

Im Fach Mathematik/Informatik überzeugten gleich zwei Arbeiten: Felix Herbst (16) und Ulrich Zorn (17) von der Goetheschule Ilmenau entwickelten ein Computerprogramm, mit dem sich sogenannte Fraktale im dreidimensionalen Raum darstellen lassen. Auch Stefanie Kosan (17) und Anne Plochowietz (17) vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena präsentierten ein Computerprogramm. Es dient dazu, den Diffusionsprozess zu beschreiben, der bei der Herstellung mikrooptischer Linsen angewandt wird.

Zwei Siegerprojekte gab es auch im Fach Technik: Die 18-jährigen Gregor Beier, Florian Schwarzer und Benjamin Stolze von der Goetheschule Ilmenau entwickelten einen Kletterroboter. Er lässt sich an hohen Gebäuden einsetzen, um das Unfallrisiko für menschliche Arbeitskräfte zu verringern. Ebenfalls erfolgreich waren André Schleicher (18) und Klemens Pätzold (18) vom Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasium in Weida mit ihrer selbstgebauten, preisgünstigen Fräsmaschine für Kunststoffe, Holz und Metall.

Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.

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