Die vollsten Klassen gibt es an Realschulen

Die vom Schulministerium überschwänglich gefeierte Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation ist für den Realschullehrerverband NRW kein Grund zum Jubel. Denn nach wie vor sind die Real-schulen mit einer Quote von 21,09 unter allen Schulformen in der Sekundarstufe I am schlechtesten gestellt (zum Vergleich: Hauptschule 17,98; Gesamtschule 19,45; Gymnasium 20,14).

11.03.2009 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Auch wenn es in den letzten fünf Jahren marginale Verbesserungen gab, klafft die Schere zwischen den einzelnen Schulformen nach wie vor weit auseinander", kritisiert RLV-Vorsitzende Brigitte Balbach. "Es ist völlig unverständlich, dass über Jahrzehnte ganze Schülergenerationen an Realschulen schlechter behandelt wurden und dass diese Schlechterstellung weiter festgeschrieben wird." Da die vom Kabinett beschlossene Schüler-Lehrer-Relation Maßstab für die Verteilung der Lehrer auf die Schulen ist, bleibt die Realschule hinsichtlich der personellen Ausstattung Schlusslicht. Zwischen den einzelnen Schulformen ist keine Angleichung absehbar. Eine logische Begründung dafür kann der RLV nicht erkennen. "Die vollsten Klassen gibt es nach wie vor an den Realschulen. Gleichzeitig erwartet das Ministerium aber, dass die Lehrkräfte ihre Schüler optimal individuell fördern. Das passt überhaupt nicht zusammen", so Balbach. "Dass die Realschulen unter diesen Bedingungen nach wie vor eine so anerkannt gute Bildungsqualität bieten, kann man den Lehrerinnen und Lehrern dort gar nicht hoch genug anrechnen. Gerade deshalb wäre es an der Zeit, dass die Landesregierung für einen echten Motivationsschub an den Realschulen sorgt."

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Verband Reale Bildung

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