Die Wunder des Bildungssenators
Am 13. Februar 2008 hat Dr. Zöllner wirksam verkündet, dass die Personalausstattung in den Berliner Schulen überdurchschnittlich sei. Den Grundschulen wolle er zusätzlich helfen, indem "200 neue Erzieherstellen durch Entsperrung einer Haushaltsstelle eingerichtet werden". Diese sollten vor allem beim gewünschten jahrgangsübergreifenden Lernen die Lehrer unterstützen.
20.04.2008 Berlin Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)Inzwischen spricht sich herum, dass die Schulaufsicht entgegen der Aussage des Schulsenators keine neuen Erzieher/innen einstellen darf. Und wie bewirkt der Schulsenator trotzdem das besondere Wunder? Er zwingt die Beamten in der Schulaufsicht, jetzt ganz schnell möglichst viele Schulen zu überreden, neue Verträge mit "freien Trägern" zu schließen, damit sie staatliche Erzieher/innen frei bekommen.
Nun ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn mehr freie Träger bei regelmäßiger Qualitätskontrolle eingesetzt werden. Aber dazu benötigen die Schulen eine ausreichende Vorbereitungs- und Überzeugungszeit in den Schulgremien. Da die Schulgremien nicht der Senatsverwaltung unterstehen, helfen hier Anweisungen nicht weiter. So bleiben die Schulaufsichtsbeamten die Blamierten, wenn das Wunder nicht funktioniert. Die notwendige Qualitätskontrolle gehört nicht zum Bereich Wunder. Sie wird erst in späterer Zeit eingeführt, irgendwann.
Die jetzt notwendige Verwaltung der entstehenden Löcher wird noch schwieriger, weil offenbar auch die im laufenden Schuljahr mit befristeten Verträgen eingestellten Erzieher/innen nicht ersetzt und ihre Verträge nicht verlängert werden.
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