Doris Schröder-Köpf: Kindern das Sitzenbleiben ersparen

(Bildung PLUS) Die Sommerferien stehen vor der Tür und Deutschland gönnt sich eine kleine Verschnaufpause. Eigentlich eine gute Zeit um Experten und Prominente nach ihrer Bildungsbiographie zu fragen, nach Menschen, die sie beeinflusst haben und Erfahrungen, die sie der heutigen Schülergeneration nicht wünschen. In unserer Serie "Sommerfrische" können Sie jede Woche ein bis zwei Kurzinterviews lesen. Den Auftakt macht Doris Schröder-Köpf.

14.07.2004 Artikel

Doris Schröder-Köpf

Journalistin und Autorin unter anderem des Kinderbuchs "Der Kanzler wohnt im Swimmingpool". Doris Schröder-Köpf engagiert sich in zahlreichen Projekten für junge Menschen und ist mit Bundeskanzler Gerhard Schröder verheiratet.

Welche Menschen und welche Ereignisse haben Ihre Bildungsbiografie nachhaltig beeinflusst? Meine Mutter. Sie hätte gerne ein Gymnasium besucht, durfte aber nicht. Für Ihre Kinder strebte sie einen höheren Schulabschluss an, förderte uns z.B. durchs Heranführen an das Lesen, den Kauf von vielen Büchern. Danach waren es vor allem die Lehrerinnen des St. Bonaventura-Gymnasiums in Dillingen / Donau, die in mir Interesse für Politik, Geschichte, Literatur, Musik usw. weckten.

Welche Erinnerungen und Erfahrungen an Ihre Schulzeit wünschen Sie auch heutigen Schülerinnen und Schülern und welche sollten den Kindern dagegen erspart bleiben? Ich hatte eine - alles in allem - völlig unproblematische "Schulkarriere". Das wünsche ich allen Kindern. Da ich aber natürlich weiß, dass das nicht möglich ist, würde ich mir wünschen, dass Kindern das "Sitzenbleiben" erspart wird. Stattdessen sollte jedes Kind mit seinen Fähigkeiten individuell gefördert und zum Abschluss gebracht werden. Ein Traum...

Erstveröffentlichung und alle Rechte: bildungplus


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